Trigger und Kränkungen loslassen: Wie du gelassener wirst

Sep. 28, 2025

Manchmal reicht ein einziges Wort. Und wir fühlen uns verletzt, angegriffen, missverstanden. Sofort sind wir im Verteidigungsmodus, gefangen in unserem inneren Kampf. Wir rechtfertigen uns, ärgern uns, grübeln noch lange. Erst später merken wir, wie viel Energie das gekostet hat.

In manchen wächst der Wunsch auszusteigen: Ich will das nicht mehr. Ich will nicht mehr an alten Kränkungen festhalten oder im Kopf durchspielen, was ich hätte sagen sollen. Ich möchte gelassener werden.

Darum geht es in diesem Artiekl: Warum wir immer wieder in die gleichen Muster geraten – und wie wir Schritt für Schritt lernen, anders zu reagieren. Ruhiger. Klarer. Freier.

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Trigger und Kränkungen loslassen: Wie du gelassener wirst

von Dr. Anna N. Kluger

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Warum Kämpfen keine Lösung ist

Du wirst durch eine Situation getriggert. Jemand sagt etwas – und es trifft einen wunden Punkt. Du kränkst dich, ärgerst dich, gehst in Verteidigung. Schließlich haben wir alle gelernt: Wer sich nicht wehrt, mit dem kann man machen, was man will. Also rechtfertigen wir uns. Und danach kreisen die Gedanken weiter: Was hätte ich sagen sollen? Was sage ich beim nächsten Mal?

Die Frage ist: Was möchtest du? Wenn du kämpfen willst – mach weiter. Wenn du aber sagst, ich will nicht mehr gestresst und verärgert sein, dann ist es Zeit für eine andere Strategie.

Oft hoffen wir: Wenn sich die Situation ändern würde, dann müsste ich mich nicht mehr aufregen. Mag sein – aber selbst wenn du sie änderst, die nächste Herausforderung kommt bestimmt.

Warum also nicht die eigene Reaktion überprüfen? Stell dir vor: Die Situation trifft dich gar nicht. Nicht, weil du so tust – sondern weil sie dich wirklich nicht mehr ärgert.

Wie viel leichter wäre dein Leben in solchen Momenten gewesen – ohne Stress, ohne Ärger. Vielleicht denkst du: Es wäre einfacher gewesen, wenn das und jenes nicht passiert wäre. Aber was, wenn all das einfach die Hürden des Lebens sind – wie Levels in einem Computerspiel? Jede Erfahrung verändert unsere Sicht. Und mit neuer Sicht verändert sich auch unser Leben.

Manchmal merken wir erst später: Das, was wir so lange wollten, hat uns nicht das gegeben, was wir erwartet haben. Menschen, die schwere Schicksale erlebt haben, sind oft gerade deshalb dankbarer für das Selbstverständliche.

Vielleicht geht es also gar nicht darum, ob wir etwas falsch gemacht haben. Sondern darum, aus allem etwas mitzunehmen – und uns neu auszurichten.

Die Falle der Erwartungen

Was machen die meisten von uns? Wir grämen uns, schämen uns, verurteilen uns – und die anderen. Weil wir Vorstellungen haben, wie Dinge sein sollten: wie wir sein sollten, was wir bis 30 oder 40 erreicht haben sollten, wie Menschen sich verhalten sollten. Damit setzen wir uns und unser Umfeld unter Druck. Wir wollen ernst genommen werden – aber nehmen wir andere genauso ernst? Oder wollen wir am liebsten unsere Sicht der Dinge aufzwingen?

Wie soll eine Beziehung funktionieren, in der jeder nur seine Ansprüche durchsetzen will?

Viele denken dann: Wenn ich es nicht tue, tut es jemand anderes – und ich gehe leer aus. Dahinter steckt Angst.

Vielleicht kennst du den Versuch, bei dem man zwei Affen als Belohnung jeweils ein Stück Gurke gegeben hat. Jeder Affe hat seine Gurke gegessen. Beim nächsten Versuch bekam einer der Affen wieder eine Gurke als Belohnung und der andere erhielt Weintrauben. Und da – plötzlich wollte der Affe seine Gurke nicht mehr – er wollte auch lieber Weintrauben. Und das hat er deutlich gemacht. Wütend hat er die Gurke weggeschmissen und war auch nicht bereit, eine weitere Gurke zu akzeptieren.

Sind wir wirklich so viel weiter? Oder sind wir die haarlosen Affen?

Ein buddhistischer Text sagt: Der höchste Weg ist nicht schwer, wenn du nur aufhörst zu wählen. 

Das bedeutet nicht, dass du nicht zwischen Kaffee oder Tee wählen sollst, wenn dir eines davon besser schmeckt. Aber kommst du damit zurecht, wenn es nur Tee gibt – oder machst du ein Gewese darum, dass du lieber Kaffee hättest; beschwerst dich bei deinen Gastgebern, sprichst tagelang später noch darüber und beschließt, sie nie mehr zu besuchen und schließlich ihnen die Freundschaft zu kündigen.

Das mag dir albern erscheinen – es gibt Wichtigeres als das, denken wir.

Und genau bei diesen wichtigeren Angelegenheiten erscheint es uns plötzlich nicht mehr albern, wenn wir uns zermürben, andere vor den Kopf stoßen, einen Streit anzetteln, nicht mehr schlafen können und uns krank machen.

Die wenigsten von uns werden getriggert, wenn sie Tee bekommen, obwohl sie lieber Kaffee möchten. Aber wenn uns jemand nicht so behandelt, wie wir uns das vorstellen, wenn wir nicht ernst genommen, oder kritisiert, oder zurechtgewiesen werden – dann können wir das nicht mehr so einfach hinnehmen. Dann müssen wir für diesen Teil von uns kämpfen – diesen gekränkten Teil. Wir verteidigen ihn. Und halten ihn so aufrecht.

Die entscheidende Frage ist: Wer ist dieser Teil in mir, der sich so leicht gekränkt fühlt?

Er ist ja nicht immer aktiv, sondern nur bei bestimmten Auslösern. Wir denken: Wenn ich die Auslöser minimiere, geht es mir gut. Doch die Erfahrung zeigt: Auslöser gibt es immer. Überall.

Also bleibt die Frage: Kann ich an diesem Teil selbst ansetzen – und so das Problem wirklich lösen?

 

 

Wer willst du sein?

Der erste wichtige Schritt ist, diesen gekränkten, wütenden oder frustrierten Anteil als einen Teil von dir zu sehen – und nicht als dein ganzes Ich. Denn sobald du denkst das bin ich, klammerst du dich daran. Dabei weißt du selbst: Viele dieser Gedanken und Gefühle willst du gar nicht haben. Trotzdem hältst du an ihnen fest, als würdest du ohne sie untergehen – und merkst nicht, wie sehr sie dich runterziehen.

Normalerweise lenken wir uns ab – mit Handy, Serien, Essen, Alkohol, Gesprächen. Aber was wäre, wenn du stattdessen fragst: Will ich so sein? Wirklich? Denn wenn nicht – warum gibst du diesem Teil immer wieder nach?

Es ist wie mit einem Kind im Wutanfall: Gibst du sofort nach, stärkst du den Trotz. Genau so läuft es, wenn dich jemand triggert. Du gibst dem inneren Teil nach, der ruft: Ich will, dass es so läuft, wie ich es will.

Sonst werde ich nicht ernst genommen, nicht gewertschätzt. Das ist ungerecht! Doch hinter all dem steht ein trotziges Kind. Oder – der Affe, der die Gurke wirft.

Willst du dieser Affe sein? Oder das Kind?

Wenn nicht, dann enttarne sie. Erkenne diese Teile an – sie haben dir früher geholfen, zurechtzukommen. Aber jetzt sind sie überholt. Verdränge sie nicht, sondern finde neue, bessere Strategien. Zum Beispiel: Sag dir in solchen Momenten bewusst: Nein, so will ich nicht mehr sein. Das bin ich nicht mehr. 

So unterbrichst du das alte Programm. Und jetzt: Entscheide, wer du sein willst – und verkörpere diese Person. Jeden Tag. Es gibt unzählige Gelegenheiten zu üben: im Straßenverkehr, beim Einkaufen, im Job, in Beziehungen. Fang mit kleinen Dingen an.

Frag dich: Wer will ich sein? – Jemand, der Mitgefühl statt Groll empfindet. – Der das Schöne sieht und dankbar ist. – Der mutig ins Leben geht, ohne Angst vor Blamagen. – Der nicht von der Meinung anderer abhängt. – Der das Leben genießt, auch wenn es nicht perfekt ist.

Ich will mich morgens auf den Tag freuen, Herausforderungen als Chance sehen und wissen: Ich bin gut, so wie ich bin. Unabhängig davon, was andere denken.

Das ist genug.

 

Natürlich passiert das nicht über Nacht. Manchmal braucht es Unterstützung, um alte Muster sichtbar zu machen und loszulassen. Doch genau dort beginnt echte Freiheit.


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