Prokrastination überwinden: Das musst du wissen

Nov 22, 2021

Wir glauben fälschlicherweise, dass Prokrastination etwas mit der Tätigkeit zu tun hat, die wir aufschieben, aber das stimmt so nicht ganz. Finde heraus, was es wirklich mit der Aufschieberitis auf sich hat und wie du sie überwinden kannst.

Sieh dir auch das Video von Anna zum Blogthema auf Youtube an

Prokrastination überwinden

 

 Ich habe keine Lust. Ich mache es später. Ich verschiebe es auf morgen.

Wir glauben fälschlicherweise, dass Prokrastination etwas mit der Tätigkeit zu tun hat, die wir aufschieben, aber das stimmt so nicht ganz.

Der wahre Grund

Prokrastination ist in Wirklichkeit eine Stresserleichterung.

Sagen wir, du hast viel um die Ohren, das dich privat beschäftigt. Da gibt es Dinge in der Partnerschaft, die unausgesprochen sind und dich belasten oder finanzielle Bereiche in deinem Leben machen dir Sorgen oder jemand in deiner Familie ist krank, und das macht dir zu schaffen.

Und dann ist da natürlich noch der Beruf, der darauf keine Rücksicht nimmt. Die Arbeit wird nicht weniger, und zusätzlich zu deinem privaten Stress gibt es noch diese wichtigen Telefonanrufe, die du erledigen sollst, und vor denen du dich jetzt schon fürchtest, weil sie unangenehm werden könnten.

Dein Verstand sagt dir also, das kann doch nicht dein Ernst sein, wir sind wegen der Finanzen, der Trennung usw. gestresst und jetzt sollen wir noch diese Anrufe tätigen? Da rufen wir jetzt bestimmt nicht an.

Du bist doch ohnehin schon überfordert, und verbockst das womöglich nur. Machen wir doch lieber etwas, was uns ein gutes Gefühl gibt und zum Lachen bringt. Also schaut man sich eine lustige Serie an, macht sich was zu essen, surft auf Social Media usw.

Und danach rügt man sich auch noch selbst und hat ein schlechtes Gewissen.

Und genau dieses Muster musst du durchbrechen.

Ursache – Wirkung

Ich sage, es ist ein Muster, weil es sich tatsächlich um eine Gewohnheit handelt. Du bist nicht so geboren worden. Kein Kleinkind schiebt das Gehen auf, weil es keine Lust hat das Aufstehen zu lernen. Kein Kind schiebt das Sprechen auf, weil es keine Lust darauf hat.

Das Aufschieben haben wir uns später angeeignet, als wir uns überfordert gefühlt haben. Der Auslöser, also Trigger von Prokrastination ist Stress. Darauf reagiert man mit einem bestimmten Muster, in diesem Fall mit dem Aufschieben, und die Belohnung dafür ist das Gefühl der Erleichterung. Deshalb wird dieses Muster abgespeichert.

Der einzige Weg eine solche Gewohnheit zu brechen, ist nicht etwa, den Auslöser zu vermeiden. Wir können nicht vermeiden, dass uns gewisse Dinge triggern. Aber wir können das alte Muster durchbrechen und gegen ein neues tauschen.

 

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Neue Gewohnheit

Wenn du dich das nächste Mal dabei erwischt, deiner Ablenkungsstrategie nachzugehen, stoppe dich und gestehe dir als Erstes ein, dass du gestresst bist und versuchst, dich davon abzulenken. Durch diese bewusste Wahrnehmung der Situation, oder einfach gesagt, durch deine Klarheit und Bewusstheit unterbrichst du den gewohnten Kreislauf, und das ist, wie du die Gewohnheit der Prokrastination ändern kannst.

Bevor deine innere Stimme wieder loslegen kann, und sagt, dass sie keine Lust hat, beschwichtige sie, indem du dir sagst: Ich mache es nur für fünf Minuten. Dann kann ich immer noch aufhören, wenn ich nicht will.

Studien haben gezeigt, dass 80% der Menschen nach diesen fünf Minuten weitermachen und ihre Arbeit erledigen.

 

Denke wie immer daran, dass es seine Zeit braucht, bis neue Denk- und Verhaltensmuster zur Gewohnheit werden, aber dafür werden sie sich dann mühelos für dich anfühlen.

Wie immer wünsche ich dir alles Liebe und viel Erfolg bei deinen Vorhaben.

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Über die Autorin

Anna N. Kluger

Dr. Anna N. Kluger ist Autorin, Ärztin und Coach. Mit ihrer Expertise zeigt sie auf klare und verständliche Weise, wie der Verstand funktioniert und sich zum Erreichen eines erfüllten Lebens einsetzen lässt.

Sie veröffentlicht neben ihren Ratgebern auch Fantasyromane ab 10 Jahre, die voller zeitloser Wahrheiten und Weisheiten stecken.

Zur Autorenseite auf Amazon

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4 Kommentare

  1. Stefanie

    Hallo Anna!
    Vielen Dank für den super Artikel. Ich gehöre ja leider auch zu den Aufschiebern und es ist hilfreich zu hören, dass es eine Gewohnheit ist, die man auch ändern kann. Auch wenn das natürlich nicht so einfach ist, aber ich bin froh zu wissen, dass man nicht einfach so ist.

    Vielen Dank für deine wichtige Arbeit!

    Antworten
    • Anna

      Hallo Stefanie!

      Vielen Dank für dein Feedback und deine Nachricht!

      Wie du sagst, ist es sehr wichtig, zu erkennen, dass man nicht „einfach so ist“, sondern dass Prokrastination eine Gewohnheit ist, die man sich im Laufe seines Lebens angeeignet hat. Gewohnheiten lassen sich mit Wille und Selbstdisziplin ändern, und wie immer ist es wichtig, durchzuhalten, damit sich neue neuronale Netzwerke festigen können.

      Ich wünsche dir damit ganz viel Erfolg.

      Alles Liebe

      Anna

      Antworten
  2. Paul

    Hi Anna,
    deine Blogartikel sind richtig super erklärt 👍 Prokrastination ist auch für mich ein großes (Problem-) Thema wobei es bei mir wahrscheinlich die Angst zu versagen ist, die die Prokrastination hervorruft. Hast du da einen Tipp für mich?

    Herzlich Paul

    Antworten
    • Anna

      Hallo Paul!

      Vielen Dank für deine Nachricht und deine Offenheit in Bezug auf das Thema!
      Wenn wir „große“ Träume haben, dann kommt natürlich oft die „große“ Angst zu versagen. Diese lähmt uns und wir machen lieber nichts, bevor wir etwas „falsch“ machen. Aber so lange man nichts tut, wird man 1. niemals herausfinden, ob wir es nicht doch schaffen können, und 2. ob der große Traum überhaupt wirklich das ist, was man machen möchte.
      Nicht selten kommt es nämlich vor, dass man im Laufe des Prozesses sieht, dass die Idee, die man hatte, nicht wirklich mit der Realität übereinstimmt.

      Mein Tipp für dich wäre, dass du mit kleinen Schritten startest, falls es sich um etwas handelt, was du noch nie vorher gemacht hast (wovon ich jetzt einfach mal ausgehe, nachdem du Angst zu versagen hast), und akzeptierst, dass nicht alles beim ersten Mal klappen wird und du hin und wieder fallen wirst. Es ist ein Lernprozess. Gib dir Zeit!

      Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen Vorhaben.

      Antworten

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