Negative Emotionen: Wie wir sie für uns nutzen können

Die Gesellschaft will uns weismachen, dass manche Gefühle schlecht sind. Doch genau diese negativen Emotionen sind für jeden, der ein sinnvolles Leben führen will, unvermeidlich. Infolgedessen verbringen viele von uns einen Großteil ihres Lebens im Konflikt mit ihren eigenen Emotionen und stecken in persönlichen Geschichten fest, die uns nicht nicht dienlich sind. In dieser Folge stelle ich dir Konzepte der Harvard Psychologin Dr. Susan David vor, die aufzeigen, wie wir mit unseren negativen Gedanken und Emotionen umgehen können, um sie für uns zu nutzen.
Hier kannst du dir den Podcast anhören
Harvard Psychologin zeigt, wie wir negative Emotionen für uns nutzen können
Auszüge aus dem Podcast
Es gibt Emotionen, die fast jeder als unangenehm empfindet wie Stress, Sorge oder Angst. Doch diese Emotionen enthalten Informationen über Dinge, die uns am Herzen liegen.
Die Harvard Psychologin Susan David erklärt, dass sich gewisse Emotionen entwickeln, um uns dabei zu helfen, uns unserer Umwelt anzupassen und persönlich zu entfalten. Wenn wir lernen, zu verstehen, was sie uns mitteilen wollen, wird es für uns leichter, effektiv im Leben weiterzukommen.
Emotionen werden von unserer Gesellschaft oft als etwas Negatives dargestellt. Wenn wir uns ängstlich, unwohl oder gestresst fühlen, dann sollen wir Wege finden, diese Gefühle zu unterdrücken oder uns davon abzulenken. Man will uns weismachen, dass sie unserem Erfolg im Weg stehen würden, und wir deshalb am besten stets positiv denken und uns fühlen sollen.
Selten sagt man uns, dass es wichtig ist, diese Emotionen zuzulassen und herauszufinden, warum sie da sind.
Wir müssen in der Lage sein, uns in schwierigen Zeiten mit uns selbst auf eine Weise zu verbinden, die uns hilft, das Beste aus uns und unserem Leben herauszuholen. Anders ausgedrückt, wir müssen lernen, uns selbst beschwichtigen zu können.
Wie wir zu unseren Gedanken, Gefühlen und Geschichten stehen, davon hängt ab, wie wir unsere Beziehungen gestalten, wie wir lieben, wie wir leben, für welche Berufe wir uns entscheiden, was wir für Eltern sind oder wie wir ein Business führen.
Meistens konzentrieren wir uns nur auf die Dinge im Außen, anstatt unsere innere Welt in Einklang zu bringen. Doch wenn wir uns nicht integriert und mit unseren Werten verbunden fühlen, werden wir uns in unserer äußeren Welt nicht erfüllt fühlen.
In diesem Podcast wollen wir uns damit auseinandersetzen, was unsere Emotionen und Gedanken bedeuten, welche persönlichen Werte dahinter stehen, aber auch damit befassen, wie wir verhindern, dass wir an unseren eigenen Geschichten klammern, da diese uns daran hindern können, ein erfülltes Leben zu führen.
Ein typischer Gedanke, der solch eine Wirkung hat, wäre z. B.: Ich bin nicht gut genug. Die Emotion, als die er sich ausdrückt, könnte Stress sein. Die Geschichte dazu, stammt meist aus der Kindheit: Damals haben wir eine Wahrnehmung davon erschaffen, Wer wir sind, welche Art von Liebe wir verdienen, ob wir kreativ sind oder nicht und so weiter.
Diese Geschichten können uns zurückhalten, egal, welchen 90-Tage-Plan wir an der Wand vor unserem Schreibtisch hängen haben; es sind diese Gedanken, Emotionen und Geschichten, die uns daran hindern, unser Leben grundlegend zu verändern.
Wenn man ein negatives Gefühl empfindet, ist es wichtig, es nicht sofort abzulehnen und gegen sich zu beziehen, sondern es anzunehmen.
Kennst du diese Menschen, die, wenn es regnet, klagen: »Wieso regnet es immer, wenn ich etwas vorhabe? Ich habe solches Pech!« Sie können nicht einmal schlechtes Wetter akzeptieren, ohne es gegen sich zu beziehen. Annehmen würde in diesem Fall bedeuten, dass man den Regen wahrnimmt, aber nicht bewertet oder mit sich in Zusammenhang bringt.
Seine negativen Gefühle anzunehmen, heißt, sich, wie eingangs erwähnt, zu beschwichtigen, also Mitgefühl für sich selbst zu zeigen. Viele meinen, dass man sich dadurch belügt oder unrealistisch ist. Doch inwiefern ist es realistischer, sich eine negative Geschichte zu erzählen wie »Das ist schief gegangen, weil ich ein Idiot und Versager bin«, anstatt sich zu sagen: »Das ist schief gegangen. Ich habe es nicht besser gewusst, aber fürs nächste Mal bin ich gewappnet. Fehler sind da, um aus ihnen zu lernen.«
Keine der Geschichten ist mehr oder weniger wahr als die andere. Doch die eine fühlt sich weniger gut an als die andere.
Doch weil wir unsere eigenen Emotionen und ihre Ursache nicht kennen, neigen wir dazu, andere zu verurteilen. Und um unsere eigenen Emotionen zu verstehen, ist es unerlässlich, weder daran festzuhalten, also irgendeine Geschichte darum aufzubauen, die wir jedermann erzählen noch sie zu unterdrücken.
Lernen wir stattdessen, eine gesunde Neugier zu entwickeln. Mitfühlend mit uns selbst sein. Das ist der dritte Weg, den Dr. Susan Davis vorschlägt. Und das ist nicht immer einfach, sondern erfordert Mut. Wenn wir beispielsweise in ein Gefühl schauen, das uns sagt, dass unsere Beziehung nicht funktioniert. Oder dass ein Business, an dem man jahrelang gearbeitet hat, keine Aussicht auf Erfolg hat. Es gibt eine Zeit, in der man durchbeißen muss, wenn eine Chance auf Erfolg besteht, und wenn es mit dem übereinstimmt, wer man sein möchte.
Aber wir müssen unterscheiden, wann es Zeit ist, sich anzustrengen, und wann es Zeit ist, aufzuhören.
Erfolg oder ein erfolgreiches Leben zu führen, bedeutet nämlich vor allem, seine wahre Natur, seine persönlichen Werte zu leben.
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