Die Stimme in deinem Kopf: Der schlimmste Mitbewohner

Die Stimme in deinem Kopf: Der schlimmste Mitbewohner

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Die Stimme in deinem Kopf: Der schlimmste Mitbewohner

In dieser Podcast Folge stelle ich dir den schlimmsten Mitbewohner vor, den wir alle kennen: der innere Kritiker. Ein Kommentator, der uns stets begleitet und unser Leben unseren Gemütszustand beeinflusst, bis manch einer von uns unter seinem Gewicht leidet. Wie können wir lernen, ihm die Kontrolle zu entziehen und uns von seiner Tyrannei befreien? Hier erfährst du mehr.

Was dich in dieser Podcast-Folge erwartet

___________________

 

Die Macht der inneren Stimme entdecken: Erfahre, wie die innere Stimme unser Selbstbild und unser Glück beeinflusst.

Der ständige Begleiter im Kopf: Entdecke, wie ein innerer Kritiker uns sabotieren kann und wie wir ihn zähmen können.

Selbstreflexion für innere Ruhe: Lerne, dich von selbstzerstörerischen Gedanken zu befreien und in die Gegenwart zu treten.

✦ Entdecke die Freiheit des Seins: Erfahre, wie du die ständige Selbstverbesserung aufgeben und dich selbst annehmen kannst.

Die Stimme in deinem Kopf: Der schlimmste Mitbewohner

von Dr. Anna N. Kluger

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Die Autorin

Dr. Anna N. Kluger

Früher als Ärztin tätig, ist Anna heute Autorin, Mentorin und Entwicklerin des Online-Kurses „Endlich glücklich!“ Neben ihren Büchern und ihrem Kurs teilt sie ihr Wissen und ihre Expertise auf YouTube, ihrem Podcast „Du hast mehr Macht, als du denkst“ und ihrem Blog. Zur Autorenseite auf Amazon

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Stoische Lebenskunst: Wege zu Glück und innerer Stärke

Stoische Lebenskunst: Wege zu Glück und innerer Stärke

Stoische Lebenskunst: Wege zu Glück und innerer Stärke

In dieser Podcast-Folge entdecken wir gemeinsam die faszinierende Welt des Stoizismus – einer antiken Lebensphilosophie, die nicht nur zeitlos, sondern auch erstaunlich relevant für unser modernes Leben ist. Begleite mich auf einer Reise durch die stoische Lebenskunst und erfahre, wie ihre Prinzipien auch in unserer heutigen Welt bedeutsam sind.

Was dich in dieser Podcast-Folge erwartet

 

• Warum nach den Lehren des Stoizismus innere Gelassenheit und Tugend wichtig für ein erfülltes Leben sind.

• Ein Blick auf bedeutende Stoiker wie Seneca, Epiktet und Marcus Aurelius, die lehrten, dass die Kontrolle über unsere inneren Einstellungen und Handlungen entscheidend sind.

• Warum die stoische Lehre auf Vernunft, Selbstbeherrschung und Akzeptanz des Schicksals setzt, um persönliches Glück und moralischen Wohlstand zu fördern.

 Konkrete Anleitungen, wie du stoische Prinzipien in deinem Alltag umsetzen kannst, besonders durch das kraftvolle Journalschreiben nach stoischer Tradition. Dies hilft dir, deine Werte zu klären, Ziele zu setzen und kontinuierlich an dir zu arbeiten.

Ich wünsche dir viel Freude damit!

 Hier geht’s zur Folge:

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Unglücklich in der Überflussgesellschaft: Dopamin und Depression

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Warum sind wir in einer Zeit mit viel Wohlstand, Freiheit, technologischem und medizinischen Fortschritten unglücklich? In der heutigen Podcastfolge möchte ich mich auf die Erkenntnisse und Erfahrungen der US-amerikanischen Psychiaterin, Wissenschaftlerin und Autorin Dr. Anna Lembke beziehen, und die in ihrem Buch »Dopamin Nation« über den schmalen Grat des Gleichgewichts zwischen Vergnügen und Schmerz schreibt, und warum es heute wichtiger ist denn je, eine Balance zu finden. 

 

In dieser Podcast-Folge erwartet dich:

  • Enthüllungen über die Wirkung von Dopamin im Gehirn
  • Das Balance-Spiel zwischen Freude und Schmerz
  • Die Auswirkungen des Dopaminrauschs auf unsere Lebensqualität
  • Wege zur Selbstkontrolle und dem Umgang mit Suchtverhalten
  • Schmerz als erstaunlicher Weg zum Vergnügen

 

Erfahre, wie unser Verlangen nach Glück und Genuss unser Leben beeinflusst und wie wir die Balance zwischen Freude und Leid in unserer modernen Welt finden können. 

 

 Hier geht’s zur Folge:

 

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Du kannst dir die Meditation gleich hier oder auf allen gängigen Podcast Plattformen anhören. Falls du zusätzlich von schönen Bildern beruhigt werden möchtest, kannst du dir das Video dazu auf YouTube ansehen.

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Warum halten sich viele für besser als der Durchschnitt, obgleich sie es nicht sind? Und warum ist man selbstbewusster, wenn man weniger gut ist als andere? Je weniger man weiß, desto eher überschätzt man sich und je mehr man weiß, desto bewusster wird einem, wie wenig man eigentlich weiß. Der Dunning-Kruger-Effekt beschreibt dieses Paradoxon.

Das Video mit Anna zum Blog gibt’s auf YouTube

Warum sich dumme Menschen für klug halten. Video von Dr. Anna Kluger über den Dunning Kruger Effekt

Der dumme Bankräuber

Im Jahr 1995 raubte ein Mann am helllichten Tag zwei Banken in Pittsburgh aus.
Er trug keine Maske und die Überwachungskameras zeichneten sein Gesicht deutlich auf. Nachdem die Überwachungsvideos in den lokalen 23 Uhr Nachrichten ausgestrahlt wurden, konnte der Räuber um kurz nach Mitternacht festgenommen werden.

Überrascht, gefasst worden zu sein, murmelte dieser: »Aber ich habe den Saft getragen.« Der Bankräuber sagte der Polizei, er habe sein Gesicht mit Zitronensaft eingerieben, um es für die Überwachungskameras unsichtbar zu machen.

Seine Begründung war, dass die chemischen Eigenschaften von Zitronensaft in unsichtbarer Tinte verwendet werden und er durch das Einreiben mit Zitronensaft für die Sicherheitskameras der Bank unsichtbar werden sollte.

Selbst als die Polizei ihm das Filmmaterial seines Überfalls zeigte, wirkte er tatsächlich überrascht, dass es nicht funktioniert hatte.

Die Polizei kam zu dem Schluss, dass dieser Mann nicht verrückt war oder unter Drogen stand, sondern einfach unglaublich schlecht informiert war und sich geirrt hatte.

 

Der Dunning-Kruger Effekt

Der lustige Raubüberfall veranlasste zwei Sozialpsychologen, David Dunning, Professor für Sozialpsychologie an der Cornell University, zusammen mit seinem Kollegen Justin Kruger dieses Phänomen genauer zu untersuchen.

Sie untersuchten eine Gruppe von Studenten in mehreren Kategorien: Grammatik, logisches Denken und Sinn für Humor.
Nachdem die Testergebnisse bekannt waren, baten sie jeden Studenten, seine Gesamtpunktzahl sowie seinen relativen Rang im Vergleich zu anderen Studenten zu schätzen. Dabei stellten Dunning und Kruger etwas Faszinierendes fest.

Die Schüler, die am schlechtesten abschnitten, hatten eine stark übertriebene Vorstellung davon, wie gut sie waren.

Sie dachten, sie hätten überdurchschnittlich gut abgeschnitten, obwohl ihr Ergebnis eines der niedrigsten war. Sie waren nicht nur inkompetent, sie wussten nicht einmal, wie schlecht sie waren.

Die Schülerinnen und Schüler mit den höchsten Punktzahlen hatten eine genauere Vorstellung von ihren Fähigkeiten, aber sie machten einen anderen Fehler:

Paradoxerweise unterschätzten die Schüler mit den höchsten Punktzahlen ihre Leistungen.
Sie wussten, dass sie besser als der Durchschnitt waren, aber weil der Test für sie leicht war, nahmen sie an, dass er für alle leicht war. Sie wussten nicht, dass ihre Fähigkeiten im oberen Perzentil lagen.

Heute ist dieses Phänomen als Dunning-Kruger-Effekt bekannt.
Je weniger eine Person über einen bestimmten Bereich oder eine Tätigkeit weiß, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie ihre Fähigkeiten oder ihr Wissen überschätzt. 

Wenn man jedoch mehr über ein bestimmtes Thema weiß, sinkt das Selbstvertrauen, weil man erkennt, wie viel es über den Bereich zu wissen gäbe. Erst wenn man überdurchschnittliche Fähigkeiten in diesem Bereich erlangt, steigt das Selbstvertrauen wieder an.

 

Dankbarkeitstagebuch Dr. Anna Kluger Dankbarkeitsjournal grateful for

 

Warum halten wir uns für besser?

Die meisten von uns sind nicht sehr gut darin, sich selbst richtig einzuschätzen.
Tatsächlich glaubt die Mehrheit der Menschen, dass sie besser als der Durchschnitt sind.

Als Software-Ingenieure zweier Unternehmen gebeten wurden, ihre Leistung zu bewerten, stuften sich 32 % der Ingenieure des einen Unternehmens und 42 % der Ingenieure des anderen Unternehmens unter die besten 5 % ein.

In einer amerikanischen Studie bezeichneten sich 88 % der befragten Autofahrer als überdurchschnittlich gute Fahrer.

Auch wenn es Führungsqualitäten und Gesundheit geht, schätzen sich die Befragten besser als der Durchschnitt ein.

Aber warum halten wir uns für besser als andere?
Und warum ist man selbstbewusster, wenn man weniger gut ist?

Der Unterschied zwischen einem Amateur und einem Profi ist folgender:

Der Amateur ist so überzeugt von seinen Fähigkeiten, weil er keine Ahnung hat, wie viel er noch nicht weiß. Weil er nur ein wenig Wissen über das Gebiet hat, weiß er nicht, dass es sehr viel umfangreicher ist. Und weil er nicht weiß, was er nicht weiß, denkt er, er wisse bereits das Meiste.

Experten hingegen sind sich in der Regel bewusst, wie gut sie sich auskennen und was es noch alles zu wissen gäbe. Oftmals machen sie aber den Fehler, dass sie davon ausgehen, dass die anderen auch wissen, was sie wissen. Vor allem wenn diese mit einem gewissen Selbstvertrauen auftreten. Deshalb unterschätzen sie sich fälschlicherweise.

 

Wie schützt man sich vor dem Phänomen?

Wir alle sind anfällig für den Dunning-Kruger-Effekt. Wie aber können wir verhindern, dass wir ihm zum Opfer fallen? Nun, in dem Moment, da du dieses Video gesehen hast, wirst du höchstwahrscheinlich diesem Phänomen gegenüber bewusster werden.

Sich Wissen anzueignen ist demnach wichtig, aber »rezitiere« nicht bloß, was du gehört hast, sondern beobachte bewusst und erkenne und verstehe die Prozesse in dir.

  • Ich glaube, besser Bescheid zu wissen als die anderen?
  • Warum glaube ich, die anderen wüssten weniger?
  • Warum glaube ich, ich habe ein besseres Verständnis oder bessere Fähigkeiten?

Ach ja, Selbsterkenntnis. Der Schlüssel zur Lösung fast aller Probleme. Aber alle schauen lieber auf die anderen als auf sich selbst bzw. nach innen.

Eines meiner Lieblingszitate lautet: Mit Adleraugen sehen wir die Fehler anderer, mit Maulwurfsaugen unsere eigenen (Franz von Sales)

Je mehr Wissen die Menschen haben, desto mehr wird ihnen bewusst, wie wenig sie in Wirklichkeit wissen.

Mit anderen Worten: Je mehr wir über ein bestimmtes Thema wissen, desto mehr erkennen wir, wie umfangreich es ist und wie viele Dinge wir noch nicht verstehen oder wissen. Es ist ein schönes Paradoxon

Wenn wir uns nur oberflächlich mit einer Sache befassen, werden wir nie erfahren, wie viel es noch darüber zu wissen gäbe.

Im Dunning-Kruger-Experiment verbesserten ungelernte oder inkompetente Studenten ihre Fähigkeit, die Testergebnisse richtig einzuschätzen, nachdem sie minimale Nachhilfe in den ihnen fehlenden Fähigkeiten erhalten hatten. Deshalb ist es hilfreich, wenn jemand, der uns einige Schritte voraus ist, uns zeigt, was wir noch zu lernen haben.

Was können wir also aus der Forschung von Dunning und Kruger mitnehmen?

 

Online Kurs Endlich glücklich den Schmerz der Vergangenheit loslassen und mit Selbstliebe zu emotionaler Freiheit

 

Fazit 

  • Intelligenz und unsere Wahrnehmung der eigenen Intelligenz sind oft paradox.
  • Wir können nicht wissen, was wir nicht wissen, bis wir es wissen.
  • Oft ist die Erkenntnis, dass wir nichts wissen, wichtiger als die Suche nach den eigentlichen Antworten.

Habe keine Angst vor dem, was du nicht weißt.

Viele Menschen setzen Unwissenheit mit Dummheit gleich, aber das sind zwei unterschiedliche Dinge.
Ein intelligenter Mensch hat keine Angst, seine Unwissenheit zuzugeben, denn Unwissenheit kann sich ändern. Fragen können beantwortet werden. Aber: Keiner hat alle Antworten.

Und mal ehrlich: Was wissen wir wirklich? Was ist das alles? Was sind wir? Wir glauben, wenn wir Studien und Artikel lesen, wie der menschliche Körper funktioniert, dass wir unseren eigenen verstehen, bis wir feststellen, dass die Dinge für jeden ein wenig unterschiedlicher ausfallen. Wir glauben, mit dem Urknall erklären zu können, woher wir kommen und was wir sind.

Aber wenn du für einen Moment, nur für diesen, ganz ehrlich bist: Da war ein Moment, in welchem du plötzlich hier warst, und du wusstest nicht, woher du gekommen bist. Du warst einfach hier. Und irgendwann wird diese menschliche Erfahrung einfach zu Ende sein. Und du hast keine Ahnung, was damit passieren wird.

Das macht einen doch schon ein bisschen demütiger, oder?

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Was fange ich mit meinem Leben an?

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Was fange ich mit meinem Leben an?

Wir sehen bekannte Musiker oder Sportler, große Unternehmer oder Philantropen und wir denken: Ich wünschte, ich hätte auch so ein gottgegebenes Talent oder so eine brennende Leidenschaft, die mir den Weg weisen würde. Etwas, das mich morgens aus dem Bett springen lässt und mich tagtäglich begeistert und inspiriert.

Die, die es geschafft haben, sagen: Finde etwas, das dir Spaß macht und leicht fällt: Das ist dein Talent. Das ist, warum du hier bist. Aber was, wenn da scheinbar nichts ist, das einem ein solches Gefühl gibt?

In diesem Artikel möchte ich dir einige Fragen vorstellen, die dir dabei helfen sollen, Antworten auf die  Frage „Was fange ich mich meinem Leben an?“ zu geben.

Das Video mit Anna zum Blog gibt’s auf YouTube

Berufung finden

Meine Geschichte

Ich habe mich über zwei Jahrzehnte meines Lebens völlig verloren gefühlt und an immer wiederkehrenden Depressionen gelitten, was vor allem daran lag, dass ich nie gelernt habe, auf mich zu hören, also darauf zu achten, was mir guttut bzw. was mir Spaß macht, sondern stets nach außen geschaut habe, um zu erfahren, was ich tun soll.

Und als Kind bleibt einem nicht viel anderes übrig; man tut, was einem gesagt wird, und wenn sich etwas falsch anfühlt, dann tut man es trotzdem, weil man glaubt, man muss.

Ich weiß nicht, wie das Schulsystem heute ist, aber 13 Fächer zu haben, so wie das bei uns damals war, und sein Augenmerk vorwiegend auf jene legen zu müssen, in denen man schwächer ist, anstatt seine Stärken zu fördern, ist wirklich nicht sinnbringend; Kein Wunder, dass man irgendwann nicht mehr weiß, was man kann und mag, wenn man andauernd Dinge tun muss, die man nicht kann und nicht mag.

Und dann sehen wir die berühmten Musiker oder Sportler, die schon als Kleinkinder angefangen haben auf eine große Karriere hinzuarbeiten und denken: Wieso bin ich nicht mit einer außergewöhnlichen Stimme oder einem anderen Talent gesegnet worden?

Talente und Gaben

 

Eigentlich ist jeder Mensch mit verschiedenen wunderbaren Gaben geboren. Das muss nicht immer ein unglaubliches Gehör, eine herausragende Stimme oder eine sportliche Begabung sein.

Und außerdem: Hast du mal daran gedacht, wie viele begabte Kinder es da draußen gibt? Aber wenn man keine Eltern oder Lehrer hat, die diese Begabung erkennen, und man niemals in diese Richtung gefördert wird, dann sieht und hört man nichts von ihnen, und glaubt fälschlicherweise, es gibt nur die wenigen Auserwählten.

Jeder ist »auserwählt«. Aber manche sind eben zur richtigen Zeit am richtigen Ort, haben das richtige Umfeld und die nötige Förderung, um schon früh etwas daraus zu machen. Für manche ist es eben später soweit, aber das heißt nicht, dass man deshalb keine Gaben hat, die sich entwickeln lassen.

Wenn du so gar nicht weißt, worin du gut wärst oder was dir wirklich Freude macht, versuche dich an deine Kindheit und Jugend zurückzuerinnern (oder du fragst deine Eltern oder Erziehungsberechtigten, falls du diese Chance noch hast):

  • Was hast du damals gerne gemacht?
  • In welchen Fächern in der Schule warst du gut, ohne dass du dich groß dafür anstrengen musstest?
  • Wann ist die Zeit für dich wie im Flug vergangen?
  • Und wie ist das heute? Wann übersiehst du die Zeit? Was gibt dir ein gutes Gefühl?

Und bitte, tu es nicht gleich mit einer Aussage ab wie: »Ja, aber wie soll man damit Geld verdienen.« »Ich plaudere gerne mit anderen Menschen – aber damit lässt sich doch kein Geld verdienen.« Da wird dir wahrscheinlich so manch einer, der einen Podcast hat, widersprechen.

 

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Interessen verbinden

 

Und da wir gerade bei Podcast sind: Bist du nicht schon einmal auf den ein oder anderen gestoßen, oder auf ein Video oder eine Fernsehsendung, und konntest nicht wegschalten, weil dich das Thema so begeistert hat? Auf diese Gefühle musst du achten – etwas in dir ist inspiriert und fühlt sich plötzlich lebendig. Und lasse dich von diesem Gefühl ein wenig treiben. Wenn man in so einer Stimmung ist, kommen einem manchmal Ideen, was man tun könnte oder möchte.

Als ich das erste Mal mit Spiritualität in Berührung kam, blühte plötzlich etwas in mir auf, was schon etwas merkwürdig für mich war, weil ich bis dato nichts damit zu tun hatte. Ich bin in einem sehr naturwissenschaftlichen, schulmedizinischen Haushalt großgeworden, und wenn, dann hatte ich noch am ehesten Zugang zur Philosophie, die aber oftmals mehr den Intellekt in den Vordergrund stellt – Spiritualität habe ich eher auf einer »Gefühlsebene« erfahren.

Jedenfalls war ich jäh voller Liebe und entdeckte das Leben auf eine neue Weise. Und plötzlich kamen mir all diese Ideen für Fantasiegeschichten – ich habe schon immer Märchen und Fantasiegeschichten geliebt. Mein Bruder empfahl mir damals ein tolles Buch, das eigentlich für Drehbuchautoren gedacht war, und beim Lesen dieses Buchs wurde ich von Ideen noch und nöcher überwältigt und habe sogleich angefangen, eine Geschichte zu entwickeln. Ich habe damals noch Vollzeit als Ärztin gearbeitet, aber ich habe jede freie Minute genutzt und ein (für mich) neues ungeahntes Maß an Energie gehabt. Ich habe diese neu gefundene Liebe zur Spiritualität mit der Liebe für Fantasie und dem Schreiben verbunden.

So kann man nach Möglichkeiten suchen, die Interessen, die man hat, miteinander zu verbinden. Du siehst also, wie ein Weg entsteht, wenn man seiner Begeisterung folgt.

Bestimmt kennst du das Zitat von Steve Jobs:Man kann die Punkte nicht in der Zukunft verbinden, sondern nur in der Vergangenheit. Du musst also darauf vertrauen, dass sich die Punkte in deiner Zukunft irgendwie verbinden werden.“

Weil wir in diesem Lern- und Arbeitssystem aufgewachsen sind, in dem man uns Schritt für Schritt vorgibt, was wir tun sollen, verlernen wir irgendwann, auf unsere Intuition zu vertrauen.

Aber du musst nicht jeden einzelnen Schritt kennen. Auch wenn du durch dichten Nebel waten musst, wirst du, mit jedem Schritt, den du gehst, den weiteren Weg erkennen. Und dann braucht es eben auch dein Vertrauen, dass du ankommen wirst.

 Deine Interessen

Und hier ist noch ein wichtiger Punkt: Setze dich nicht unter Druck, indem du sagst, du musst die EINE Sache finden, die du für den Rest deines Lebens machen wirst. Fange da an, wo du bist, und gib dem Prozess und dir ein bisschen Freiraum, sich zu entfalten und zu entwickeln.

Sei nicht zu festgefahren, sondern bleibe offen und frage dich immer wieder:

  • Was macht mir Spaß?
  • Was erfüllt mich?
  • Was hat Wert für mich?

Vielleicht bist du jemand, der gerne mit Menschen zusammenarbeitet und sich um das Wohl der anderen kümmert.

Vielleicht arbeitest du gerne alleine von zu Hause aus, und vertiefst dich in Recherchen über Themen, die dich beflügeln. Was sind das für Themen?

Kannst du dir stundenlang Videos übers Kochen, Dekorieren, Schminken oder Organisieren im Haushalt ansehen?

Liebst du alles, was mit Fitness und Gesundheit zu tun hat?

Verschlingst du jedes Buch und jeden Artikel über Persönlichkeitsentwicklung?

Du kennst dich am besten, und wenn nicht, dann wird es Zeit, dich zu beobachten. Achte darauf, wann du völlig in einer Tätigkeit, einem Buch, einem Podcast oder Video absorbiert bist. Was gibt dir Energie? Womit kannst du dich stundenlang beschäftigen, ohne müde zu werden, und welche Dinge strengen dich an oder laugen dich aus?

 

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Kenne deine Werte 

Was ist dir wichtig?

Willst du Freude, Abenteuer, Harmonie, Kreativität, Sicherheit oder Gesundheit?
Was gibt dir richtig gutes Gefühl? Wenn du auf einer abenteuerlichen Reise bist? Wenn du zu Hause mit deiner Familie bei einem gemütlichen Spieleabend sitzt? Wenn du Sport machst? Oder doch lieber etwas Kreatives, wie Malen, Bildhauern oder Fotografieren und du dich völlig darin verlierst?

Ich weiß nicht, aus welcher Generation du kommst, aber als ich ein Kind war, galt noch die Einstellung: Man hat einen Job, um Geld zu verdienen, und seinen Hobbys kann man nachgehen, wenn man Zeit dafür hat. Und wahrscheinlich hat das für meine Elterngeneration funktioniert, aber wie das so mit der Evolution und Weiterentwicklung ist, haben deren Einstellungen und Werte für uns nicht mehr gepasst. Ich bin beispielsweise so frustriert und in weiterer Folge depressiv geworden, dass ich nicht einmal mehr daran hätte denken können, irgendeinem Hobby nachzugehen.

Es würde mich wirklich sehr interessieren, wie das bei euch war – schreibt es mir gerne in die Kommentare.

Ich habe immer diesen Wunsch nach Freiheit gehabt, der sich in jedem Lebensabschnitt ein bisschen anders geäußert hat. In der Schule hat es so richtig angefangen, weil ich keine Lerche bin und die Schule bei uns um 7:20 Uhr begonnen hat. Von Montag bis Samstag. Da fing es an mit dem Wunsch nach Freiheit. Die Freiheit, sich seinen Tag selbst gestalten zu können. Die Freiheit, seinen Interessen nachzukommen. Und später war es dann, die Freiheit von den persönlichen limitierenden Denkmustern und vom Leiden.

Aber Freiheit war immer ein großes Thema.

Neben Freiheit sind für mich Liebe und Klarheit die Motoren, die mich antreiben. Ich fühle mich am erfülltesten, wenn ich diese Gefühle habe.

Wann fühlst du dich im Einklang mit dir und der Welt? Erinnere dich an Momente, in denen du dich wirklich glücklich und zufrieden gefühlt hast und warum.

Deine Gaben und Talente

 

Setze dich nicht unter Druck, indem du sagst, ich habe meinen Platz im Leben nicht gefunden, ich habe keine Berufung, ich kann doch nichts. Denke an Eigenschaften, die so selbstverständlich für dich sind, dass du sie gar nichts als etwas Besonderes anerkennst:

  • Bist du sehr empathisch und kannst gut zuhören?
  • Bist du eloquent und berätst andere gerne? Möchtest du Menschen zum Lachen bringen und bist ein guter Unterhalter?
  • Möchtest du die Welt verbessern und interessierst du dich dafür wie man anderen Menschen, Tieren oder der Umwelt helfen kann?
  • Liebst du Kunst, Kultur oder Mode und möchtest Schönheit in die Welt tragen?

 

Krisen sind eine Chance

 

Eine andere Sache, die du in Betracht ziehen kannst, ist folgende:

Gab es Krisen in deinem Leben, die du überstanden und aus denen du etwas gelernt hast? Etwas, das du weitergeben könntest oder möchtest.

Hast du vielleicht ein körperliches Leiden, für das du Linderung oder sogar Heilung gefunden hast, indem du bestimmte Dinge an deinem Lebensstil verändert hast?

Hast du Lösungen für Beziehungsprobleme gefunden oder weißt, wie man vergangenen Schmerz nach einer Trennung überwinden kann?

Wir Menschen werden alle mit ähnlichen Schicksalen in diesem Leben konfrontiert. Und du bist mit deiner Erfahrung irgendeinem anderen Menschen ein paar Schritte voraus und könntest ihm helfen.

Als ich den Grund für meine Depressionen erkannt habe und wie ich sie schlussendlich überwunden habe, hatte ich das Bedürfnis, diese Erkenntnisse mit anderen zu teilen, denen es vielleicht ebenso geht. Ich habe beschlossen, das mit meiner Freude am Schreiben zu verbinden, und deshalb den Blog und die Ratgeber geschrieben. Weil ich mich mit Marketing beschäftigen musste, was mich eigentlich nie interessiert hat, genauso wenig wie gewisse soziale Netzwerke, habe ich es mit meiner Freude am Content Creating verbunden und festgestellt, dass es Spaß macht, neue Seiten an sich zu entdecken und weiter zu entwickeln.

Selbstliebe

 

Das ist übrigens auch ein wichtiger und nicht immer einfacher Punkt: Lerne, dich selbst zu lieben und Freude an dir zu haben. Das klang jetzt etwas seltsam, aber es soll heißen:

Versuche, es ein wenig wie ein Virtual Reality Spiel zu sehen: Das ist der Charakter, den ich bekommen habe: Was kann er bzw. was kann ich mit ihm erleben.

Wir tendieren dazu, immer nur zu sehen, was wir nicht können und was schlecht an uns ist, anstatt so wie damals als Kinder zu entdecken, was man so alles mit diesem Körper und Verstand anfangen und erleben kann.

Die Altersfrage

Jedes Alter hat seine eigene Schönheit hat, mit anderen Werten, die bedeutungsvoll sind.

Je älter du bist, desto mehr Lebenserfahrung und Verständnis hast du. Du bist weise und hast oftmals eher das Bedürfnis etwas an die Welt zurückzugeben. Du bist nicht mehr so auf dich fokussiert, sondern hast einen Blick für das große Ganze.

Wenn du jung bist, sind es dein Mut und deine Kreativität, deine Abenteuerlust und deine Begeisterung, die dich auszeichnen. Du gehst mit einer Offenheit an Dinge heran, die die Älteren manchmal als naiv bezeichnen würden; doch die ermöglicht es dir, Neues zu erschaffen oder Altes zu verbessern, weil du noch an das Unmögliche glaubst.

Ich wiederhole es noch einmal: Jedes Alter hat seine Schönheit. Weine nicht deiner Jugend nach und falls du noch jung bist: Bitte, nimm es ernst, wenn die Älteren dir sagen, dass du deine Jugend genießen sollst.

Der irischer Schriftsteller George Bernard Shaw sagte:
„Die Jugend ist etwas Wundervolles. Es ist eine Schande, dass man sie an Kinder vergeudet.“

Also, erkenne deine Stärken, erkenne deine Werte, halte nicht an deinen bisherigen Überzeugungen fest, sondern versuche offen und neugierig zu sein, um dich für Ideen und Inspirationen zu öffnen und das Wichtigste: Setze dich nicht unter Druck, weil du DIE BERUFUNG noch nicht gefunden hast.

Vielleicht ist DEINE Berufung, dass du viele verschiedene Dinge ausprobieren musst.

Sieh genau hin und vergleiche dich nicht mit anderen. Es heißt nicht umsonst »Erkenne dich selbst.«

 

Jetzt ich Selbsthilfe Ratgeber Leben ändern Berufung finden erfüllt leben 

Hilfreiche Fragen

 

Ich weiß, über den Artikel hindurch gab es schon viele Fragen, die du dir stellen kannst, aber hier kommen noch einige, die dir helfen können, etwas zu finden, das dich erfüllt.

1) Wenn du wüsstest, dass du in allem, was du tust, versagen würdest, was würdest du tun?

Ich weiß, das klingt hart, aber mit dieser Frage eliminierst du das Haften an ein bestimmtes Outcome.

Alles, was du tust, reicht zum Überleben und zum Decken deiner Kosten aus, aber du wirst es nie darüber hinaus schaffen. Was würdest du tun wollen, nur weil du es gerne tust und nicht mit dem Ergebnis des Erfolgs?

Denn die Berufung = der Prozess, nicht das Ergebnis.

2) Auf der anderen Seite ist die Frage, die du bestimmt schon kennst: Was würdest du tun, wenn du alles hättest, was du immer haben wolltest,

du hast so viel Geld, dass du es in einem Leben nicht mehr ausgeben kannst; du hast alle Anerkennung, von der du immer geträumt hast und es ist für alle Menschen, die du liebst, gesorgt. Es geht nur mehr darum geht, dass du dir mit irgendetwas die Zeit vertreibst?

Auch diese Fragen verschieben die Perspektive wieder zum Prozess, nicht dem Ergebnis.

3) Was würdest du tun, wenn deine Eltern nicht mehr hier wären?

Sie sind verstorben, du hast die Trauerphase überstanden und jetzt sind sie nicht mehr länger in deinem Leben. Wie würde das dein Leben verändern?

Diese Frage offenbart manchen Menschen, wie abhängig sie von der Meinung und der Zustimmung der Eltern sind, wenn es um die Art und Weise geht, wie sie ihr Leben führen.

Würde die Art und Weise, wie ich lebe, wie ich mich gebe, wonach ich strebe, sich ändern?

4) Was würdest du tun, wenn dich niemand kennen würde und niemand etwas von dir erwartet?

5) Was begeistert dich? Wann hast du das letzte Mal Begeisterung gefühlt?
Wie kannst du dein Leben gestalten, um mehr von dem zu tun, das du liebst?

Denke auch daran, dass du nicht ewig lebst, sondern du irgendwann sterben wirst. Vielleicht erst in 50 Jahren, vielleicht schon in 5 Jahren. Lebe nicht so, als hättest du unendlich viel Zeit und verschiebe nicht alles auf später.

»Wenn ich in Pension bin, wenn ich diese Jobposition erreicht habe, wenn die Kinder aus dem Haus sind, wenn ich das nötige Geld habe.«

Hör auf, ein Lebensmodell zu leben, von dem du glaubst, du müsstest es leben. Hör auf, dich zu verurteilen und zu rechtfertigen, weil du meinst, du hast in den Augen der Eltern, der Gesellschaft oder vor dem Universum versagt.

 

Fange an, du selbst zu sein. Fühle in dich. Du weißt, was sich richtig für dich anfühlt und was nicht. Niemand muss dir sagen. DU fühlst es. Das sind deine Werte. Lebe sie. Du wirst erstaunt sein, wie gut sie dich führen werden. Ich wünsch dir alles Liebe.

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Wenn du dich verloren fühlst und nicht weiterkommst: Diese Fragen werden dir helfen, deine Berufung und Sinn in deinem Leben zu finden.

Die Autorin

Dr. Anna N. Kluger

Früher als Ärztin tätig, ist Anna heute Autorin, Mentorin und Entwicklerin des Online-Kurses „Endlich glücklich!“ Neben ihren Büchern und ihrem Kurs teilt sie ihr Wissen und ihre Expertise auf YouTube, ihrem Podcast „Du hast mehr Macht, als du denkst“ und ihrem Blog. Zur Autorenseite auf Amazon

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