Positiv bleiben, wenn es schwer wird

Positiv bleiben, wenn es schwer wird

Positiv bleiben, wenn es schwer wird

Wie bleibt man positiv, wenn das Leben schwer wird? In diesem Artikel erfährst du, warum nicht die Situation selbst entscheidet, wie wir uns fühlen, sondern die Bedeutung, die wir ihr geben. Du lernst, wie du aus Klarheit statt aus Angst handelst und Herausforderungen als Chance für inneres Wachstum nutzen kannst.

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Das Leben hat keinen Sinn – zumindest keinen vorgegebenen. 

Diesen Satz habe ich vor kurzem gehört und fand ihn ganz treffen. Denn was er ausdrücken möchte, ist nicht, dass das Leben sinnlos ist. Sondern, dass es keine von Natur aus gegebene Bedeutung gibt. Wir jedoch haben die Gabe ihm Sinn zu geben.

Wenn ich eine Entscheidung aus Klarheit und Zuversicht treffe
— nicht aus Angst —
weil etwas in mir klingt, weil ich spüre: Das ist es, das will ich,
dann fühlt sich das gut an.

Und dann kommen die Herausforderungen.

Kann ich versuchen, in diesem klaren Zustand zu bleiben?
Kann ich wieder in diese freudige Erregung finden und mich mit einer Spur Neugier fragen:
Was kann ich hier lernen?

Und selbst wenn es etwas ganz Einfaches ist wie:

Dank dieser Erfahrung weiß ich, was ich nicht will.

Wenn das das einzige ist, was dir einfällt – wir nehmen es. Hauptsache, du bleibst in deiner Klarheit und in deinem Vertrauen.

Oder du benutzt es, um deine tief verwurzelten Glaubenssätze zu erkennen: Dank dieser Erfahrung sehe ich, dass ich tief in mir daran zweifle, wertvoll zu sein – daran sollte ich vielleicht arbeiten, denn mit einem geringen Selbstwert werde ich eine gewisse Art von Menschen oder Jobs anziehen, die ich gar nicht will usw.

Du gibst den Dingen Bedeutung – denke immer daran. Nichts hat von Natur aus eine Bedeutung oder einen Sinn. 

Leute kaufen Plastiksonnenbrillen für mehrere hundert Euro, obgleich die in der Herstellung vielleicht ein paar Euro gekostet haben, weil sie dem Label, das darauf steht, eine besondere Bedeutung zuschreiben. Es gibt ihnen ein gutes Gefühl, wenn sie eine solche Brille tragen. Darum geht es. 

Gib den Dingen Bedeutung

Wähle die Art von Bedeutung aus, die dir ein gutes Gefühl gibt. Gerade in schwierigen Momenten, wenn du mit Herausforderungen konfrontiert wirst. 

Lehne diese Herausforderungen also nicht ab, indem du sagst:

„Das sollte nicht passieren! Endlich gehe ich meinen neuen Weg – und dann das? Warum ich?“

Versuche stattdessen, in deiner Ruhe zu bleiben. Okay, das gehört zum Leben. Ich bin dem gewachsen. 

Ich kann etwas Positives daraus für mich mitnehmen, wenn ich jetzt in einem positiven Haltung bleibe. 

Weißt du, dass solche Herausforderungen tatsächlich oft dann auftauchen, wenn wir kurz davor sind, etwas Altes hinter uns zu lassen und in etwas Neues hineinzuwachsen?

Es ist fast so, als würde das Leben fragen:
„Bist du wirklich bereit für diesen Weg?“

Und plötzlich wird sichtbar, was dir vielleicht noch im Weg steht.
Was noch angeschaut, geheilt oder überwunden werden möchte, damit du wirklich zu dieser neuen Version von dir wirst – der Version, von der du sagst, dass du sie sein willst.

Warum wird immer betont, dass man in einer positiven Haltung bleiben soll und nicht aus Angst oder Sorge heraus handeln soll? 

 

 

Handle aus Klarheit

Ich weiß, dass es viele Leute gibt, die sagen, aber wenn ich keine Angst habe, dann tue ich nichts. Gut, das ist ein Glaube, den du hast, und danach richtet sich natürlich deine Realität aus. Wenn du sagst: Ich brauche das so, ich will das so, sonst tue ich nichts – dann ist das deine Wahrheit und dir steht frei, danach zu handeln.

Wenn du aber feststellst, dass du aufgrund deiner Angst blockiert bist, und Entscheidungen triffst, die dir im Endeffekt nicht guttun, dann verstehst du, warum es heißt, versuche nicht aus diesem Zustand der Sorge und der Angst zu entscheiden oder zu handeln.

Bringe dich zuerst in einen Zustand innerer Klarheit, Sicherheit und des Vertrauens, bevor du handelst. Geh spazieren, höre Musik, schaue oder höre dir etwas Motivierendes an, journale, mache Sport oder meditiere – was immer dich aus deinen Zweifeln und deiner Sorge herausholen kann. Warum?

Aus einer positiven Haltung heraus, wirst du ganz andere Ideen oder Eingebungen haben. Du bist offener für Dinge, die dir sonst gar nicht auffallen würden. Du hörst vielleicht einen Satz, den du schon hunderte Male gehört hast, aber plötzlich hörst du ihn ganz neu – und etwas geht in dir auf.

Es ist nicht die Situation

Letztens habe ich folgende Erzählung eines Mannes gehört: 

Er erzählte, er sei auf einem Retreat gewesen und dort sagte ein Lehrer einen Satz, den ich schon zigmale gehört habe. “All dein Leid ist Folge deiner Gedanken.” Und er dachte, ja ja, das weiß ich doch. 

Doch der Lehrer wiederholte ihn noch einmal, ruhig und klar:
„All dein Leid ist Folge deiner Gedanken.“

Und plötzlich hörte er das erste Mal das Wort “all dein Leid” – also: Alles, worunter du leidest.

Er sagte, er hatte diesen Satz vorher immer nur auf bestimmte Bereiche angewendet

— auf Selbstzweifel, Sorgen, negative Gedanken über sich selbst. Aber in anderen Situationen war er überzeugt: „Da leide ich, weil meine Frau etwas gesagt hat, was sie nicht hätte sagen sollen.“
„Da leide ich, weil meine Mitarbeiter sich nicht so verhalten haben, wie sie sollten.“

Doch in dem Moment, als er hörte: Alles, worunter du leidest, ist Folge deiner Gedanken, wurde ihm bewusst, dass es nicht die Situation war, unter der er litt. Die war ja für sich genommen “neutral” – aber die Bedeutung, die er ihr mit seinen Gedanken gegeben hat, war negativ und hat Widerstand in ihm ausgelöst.

Einsichten statt Opferrolle

Wenn du also offen bleibst, neugierig und interessiert, dann kannst du genau solche Momente der Einsicht haben. Einsichten, die dich wirklich weiterbringen werden. Und dann wirst du verstehen, warum du jede, wirlich jede Herausforderung deines Lebens als eine Chance sehen kannst.

Du verlässt diese Opferrolle: Oh, warum ich? Das Leben ist so ungerecht. Andere haben es leichter. Du weißt nicht einmal, ob das stimmt. Die haben vielleicht auch Laster, über die sie nicht sprechen. Und selbst wenn sie es leichter haben – willst du sie dafür anprangern? 

Irgendjemand, dem es noch schlechter geht als dir, wird sich vielleicht auch denken: Der hat es viel leichter und jammert nur. 

Wenden wir den Blick also lieber nach innen, statt andere zu beneiden oder zu verteufeln. Fangen wir bei uns an. Denn du kannst deine Wahrnehmung in einem einzigen Augenblick wechseln. Aber damit vielleicht den ganzen Rest deines Lebens verändern.

Das Leben wird dann bedeutungsvoll, wenn du ihm Bedeutung gibst.


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Immer heißt es, wir sollen unserem Herzen folgen, und den ersten Schritt wagen, wenn wir wirklich etwas ändern wollen. Und endlich fühlen wir uns mutig genug und treffen eine Entscheidung, doch dann passiert es …

  • Du hast beschlossen, dich endlich aus einer ungesunden Beziehung zu lösen – und genau in dem Moment schreibt dir die Person plötzlich „Ich werde mich ändern – für dich – versprochen.“
  • Du willst dich selbstständig machen oder den Job wechseln – und auf einmal häufen sich unerwartete Rechnungen oder dein Chef bietet dir plötzlich eine Gehaltserhöhung an.
  • Du willst eine Zeitlang auf Alkohol oder Zucker verzichten – und plötzlich wirst du zu jedem Geburtstag, Brunch und Grillabend eingeladen.

Warum? Macht sich das Leben über uns lustig? 

In diesem Artikel erfährst du, warum gerade dann Herausforderungen auftauchen, wenn wir wirklich losgehen — und wie du erkennst, ob dich das Leben prüft oder ob alte Ängste dich zurückhalten wollen.

Wenn alte Muster sich melden

Wenn du deine Entscheidung aus einem klaren Zustand heraus getroffen, damit meine ich, du hast die Entscheidung nicht aus Angst getroffen, sondern du hast wirklich gespürt: Das ist es; das will ich. 

Du warst begeistert; und plötzlich tauchen Hindernisse auf, – dann ist genau jetzt der Moment, in dem du etwas lernen kannst.

Denn: Die Herausforderungen, die plötzlich erscheinen, bringen etwas ans Licht, das zwischen deiner alten Version und deiner neuen Version steht.

Etwas, das du sozusagen auflösen musst, um der Mensch zu werden, der du sein möchtest.

Was also fühlst du, wenn sich dir genau dann, kurz nach deiner Entscheidung, etwas in den Weg stellt?
Zweifel? Stress? Angst? Vielleicht sogar Panik?

Benenn das Gefühl zuerst, wenn du möchtest.

Und dann frage dich: 

Was glaube ich jetzt gerade über mich oder die Welt, das dieses Gefühl ausgelöst hat? Warum zweifle ich? Warum habe ich Angst? 

Denn das Gefühl taucht nicht ohne Grund auf. Es ist sozusagen eine Strategie, um dich zu schützen. 

Aber was genau soll eigentlich geschützt werden?

Wenn bei der geplanten Trennung Zweifel und Angst aufkommen, dann könnte das daran liegen, dass du irgendwo ganz tief in dir glaubst, dass du womöglich niemanden mehr finden wirst.

Du denkst:

  • Ich bin nicht mehr so jung.
  • Ich habe nicht so viel zu bieten.
  • Was wenn ich allein bleibe?

Deine Zweifel entstehen also, weil du dich tief in deinem Inneren nicht gut genug fühlst. Das ist auch der Grund, warum du mit dieser Person zusammen bist, mit der du gar nicht mehr zusammen sein willst.

Du bekommst genau jetzt also die Chance, diese tief verwurzelten Glauben aufzulösen.

Ebenso ist es bei den den Rechnungen, die plötzlich eintrudeln, genau wenn du endlich entschieden hast, etwas Neues anzufangen; dich selbständig zu machen.

Und dann kommen die Zweifel:

  • Was, wenn ich es nicht schaffe und dann gar keine Rechnungen mehr zahlen kann?
  • Was wenn ich versage?

Und um noch das Beispiel zum Ändern deines Lebensstils aufzugreifen:

Sagen wir, du hast entschieden, weniger oder keinen Alkohol zu trinken und plötzlich wirst du von einer Veranstaltung zur nächsten eingeladen.

Und du denkst dir:

  • Wie soll ich ohne Alkohol locker sein und mit anderen reden?
  • Wird man mich ausgrenzen?

Du hast also einen tief verwurzelten Glauben, dass du ohne Alkohol nicht so selbstbewusst oder lustig bist. Ich genüge nicht, so wie ich bin und ich habe Angst davor, dass man mich nicht mehr dabeihaben will.

Diese Stimme, die dich zweifeln lässt –  wie lange begleitet sie dich schon? Seit deiner Kindheit oder Jugend? Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, wie sehr sie dein Leben geprägt hat?
Sie hat dich zu Entscheidungen gedrängt, die du später vielleicht bereut hast.

Und du denkst: Hätte ich damals doch anders entschieden. Oder warum habe ich es nicht zumindest versucht.

 

 

Angst Raum geben

Vielleicht sagst du: Aber meine Einwände sind berechtigt.

  • Was, wenn ich für immer alleine bleibe?
  • Was, wenn ich auf ganzer Linie versage und bankrott gehe?
  • Was, wenn sich alle von mir abwenden?

Ich widerspreche dir nicht, dass nichts dergleichen passieren könnte. 

Aber hast du diese Fragen wirklich schon einmal ganz zugelassen?

Ich meine: bist du schon einmal bewusst in diese Angst eingetaucht — in den Schmerz, die Zweifel, die Sorge? Genau das würde ich vorschlagen, wenn du dich nicht wieder von ihnen zurückhalten lassen möchtest.

Wenn du wirklich etwas verändern willst, dann musst du diesen Ängsten und Zweifeln begegnen.

Am besten machst du das, ohne dich einzumischen, wenn sie auftauchen; also ohne zu sagen: Nein, ich will das nicht fühlen. Ohne den Versuch sie zu verdrängen oder sich davon abzulenken.

 

Beobachte dich wie ein Wissenschaftler, der sagt: Ah, okay, das also ist der ängstliche Teil von mir, der jedes Risiko vermeiden will, weil er Angst hat, wieder verletzt zu werden. 

Du wurdest ja auch in deinem Leben verletzt, deshalb macht es absolut Sinn, dass dein Verstand dich vor einem weiteren Schmerz schützen möchte.

Aber nicht zu dem Preis, dass du nicht mehr an dich glaubst, dir nichts zutraust und dich in deiner Ecke versteckst, obwohl du es dort genauso unbequem findest. Aber weil du diese Ecke kennst, macht sie dir zumindest keine Angst mehr.

Wenn das Leben dich mit einer Herausforderung konfrontiert, dann sagst du nicht: Warum trifft es mich? Warum gerade jetzt? 

Stattdessen kannst du dich bedanken und sagen: Aha, ich glaube also noch an etwas, das mir auf meinem Weg zu meinem neuen Ich hinderlich ist, und hier ist die Gelegenheit herauszufinden, was es ist, und es aufzulösen.

Schaue also, welche Gefühle aufkommen und welcher Teil von dir getriggert wird. Verdränge sie nicht mehr. Lehne sie nicht ab. Sondern nimm sie mit Verständnis an. Überraschenderweise werden diese Anteile leiser, wenn wir ihnen zuhören, sozusagen.

Deine Angst will dich schützen

Nimm als Beispiel ein quengelndes Kind; wenn Eltern gar nicht reagieren, jammert und quengelt das Kind immer weiter. Bis es endlich die Aufmerksamkeit bekommt und sich mitteilen kann.

Das heißt nicht, dass du dem Teil von dir gibst, was er will. Aber du hörst ihm zu. Du akzeptierst, dass er da ist. Du kannst dir sagen: “Das also sind die Selbstzweifel. Sie wollen mich schützen, damit ich nicht wieder verletzt werde.“

Dann gehst du ein bisschen tiefer und fragst: Wovor habe ich Angst?
Hier ist absolute Ehrlichkeit von dir gefragt, also versuche nicht den starken Mann oder die starke Frauen zu spielen, die sagen: Ich habe keine Angst. Wenn das stimmen würde, würdest einfach tun, was du dir vornimmst, ohne Hadern und Zweifeln.

Also sagst du:

  • Ich habe Angst, dass mich niemand mehr lieben wird und ich für immer alleine bleibe.
  • Ich habe Angst zu versagen.
  • Ich habe Angst, abgelehnt zu werden.

Sind das nicht die menschlichsten Ängste. Die Angst vor dem Tod könnten wir noch dazu nehmen. Aber hat das nicht jeder von uns schon auf die eine oder andere Weise gefühlt? Nichts wofür man sich schämen muss. Nichts, was man ablehnen muss.

Für dich da sein – so wie du es für andere wärst

Darf ich dich fragen: Wenn ein Mensch, den du über alles liebst, sagen wir dein Kind, dein Partner, ein Elternteil vor dir stünde, und sagen würde: Ich habe Angst für immer alleine zu bleiben. Ich habe Angst zu versagen. Ich habe Angst, dass man mich ablehnt.

Würdest du sagen: Geh weg – ich will das nicht hören.

Oder würdest du diesen Menschen nicht sofort in den Arm nehmen wollen und sagen: Mach dir keine Sorgen, alles wird gut. Auch wenn du alleine bleibst, auch wenn du versagst, auch wenn alle Welt dich ablehnt. Ich bin hier.

Und für diesen Moment, nur für diesen Moment – jetzt – bist du da nicht sicher?

Wenn du nicht an die Zukunft denkst, wenn du nicht der Vergangenheit nachsinnst – in dem Augenblick, da du vollkommen bei dir bist – ist es nicht wirklich gut?

Kannst du für dich selbst dieser Mensch sein? Der in deinen unsicheren Momenten für dich da ist- und sagt: Es ist okay. 

  • Ich habe Angst und es ist okay. 
  • Ich weiß nicht, was kommt. Und es ist okay. 
  • Jetzt gerade, wo ich diese Worte höre, bin ich sicher.

Und ich meine das ernst. Selbst wenn der Partner dich gerade mit allem stehen hat lassen; selbst wenn der Gerichtsvollzieher vor deiner Tür steht und sie dich pfänden; selbst wenn sich all deine Freunde von dir abgewendet haben – du bist sicher. 

Es ist okay, wenn dein Verstand diese Worte nicht begreifen kann, das macht nichts – irgendetwas in dir spürt, dass sie wahr sind.

Weil du weißt, dass alles, wirklich alles in diesem Leben irgendwann ein Ende hat. Nicht nur die freudvollen, sondern auch die schmerzvollen Momente.

Und das soll nicht zynisch oder trostlos klingen. Im Gegenteil, es soll dich von der Angst lösen, die wir haben, wenn wir in Zeit leben. 

Denn etwas in dir ist zeitlos. Und du weißt das. Und wenn wir in diesem Anteil von uns verweilen, wird die Sicht ein bisschen klarer; wir sehen mehr Möglichkeiten; wir spüren, was wir wirklich brauchen; und vor allem erkennen wir, wer wir wirklich sind.

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Dinge nicht zu Herzen nehmen – so wirst du gelassener

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Du willst dir Dinge nicht so zu Herzen nehmen, aber es gelingt einfach nicht? In diesem Beitrag erfährst du, warum wir Kritik, Ablehnung oder Desinteresse oft so stark spüren und wie du lernst, gelassener damit umzugehen. Mit praktischen Strategien, die deinen Selbstwert stärken und dir helfen, innerlich ruhig zu bleiben.

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Die Kränkung

Bist du jemand, der sich Dinge sehr zu Herzen nimmt? Das kann etwas etwas scheinbar Triviales oder etwas wirklich Bedeutsames sein. 

  • du wirst kritisiert
  • Deine Nachricht wird gelesen — aber nicht beantwortet.
  • Du wirst zu einem Treffen nicht eingeladen, obwohl „alle“ dort sind.
  • Du erzählst etwas Persönliches — und der andere wechselt einfach das Thema. 
  • Du gibst dir Mühe bei etwas, und es wird kaum gesehen oder wertgeschätzt.

Nicht nur, dass es im Moment wehtut: du kannst es auch nicht so einfach loslassen. Du trägst es stunden- oder tagelang mit dir herum. Vielleicht sogar länger. Du spulst es immer wieder im Kopf ab, fragst dich, was du falsch gemacht hast und ob du anders hättest reagieren sollen. Du planst, was du das nächste Mal sagen oder tun wirst, falls sich etwas ähnliches noch mal ereignet. 

Wir stecken so viel Energie in diese Grübeleien, die Selbstzweifel und die Kränkung.

Und obwohl wir genau wissen, dass wir uns manches nicht so zu Herzen nehmen sollten, ist das leichter gesagt als getan. 

Aber warum nehmen wir uns Dinge manchmal so sehr Herzen – und was können wir tun, um gelassener damit umzugehen? Darum geht es in der heutigen Podcast Folge.

Warum wir uns Dinge so zu Herzen nehmen

Dass uns bestimmte Worte oder Situationen tief treffen, hat weniger mit „Empfindlichkeit“ zu tun, als viele glauben – und mehr mit der Art, wie unser Gehirn funktioniert.

Wenn wir etwas als Kritik oder Ablehnung wahrnehmen, bewertet unser System das oft in Sekundenbruchteilen als Bedrohung.

Nicht körperlich, aber emotional. Dahinter steckt eine tief verwurzelte Angst, und zwar jene, nicht dazuzugehören. Heutzutage kommt noch dazu: die Sorge, nicht gut genug zu sein oder etwas falsch gemacht zu haben.

Tatsächlich zeigen Studien, dass soziale Ablehnung im Gehirn ähnliche Areale aktiviert wie körperlicher Schmerz. Kein Wunder also, dass wir innerlich reagieren, z. B. mit Rückzug, Grübeln oder Verunsicherung.

Doch nicht jeder reagiert gleich stark – warum ist das so?

Der gekränkte Teil in dir

Wenn wir uns wirklich gekränkt fühlen, dann deshalb, weil da eine Unsicherheit in uns ist — ein wunder Punkt, der getroffen wurde.

Die erste Frage, die ich mir stellen würde, egal ob ich mich gekränkt, verärgert oder sonst etwas fühle, lautet:
„Warum trifft mich das gerade so?“

Einerseits nimmt das der Kränkung oder der Wut die Luft raus. Es unterbricht dieses Grübeln, dieses negative Gedankenkarussell. 

Das ist wichtig, um den alten Kreislauf zu durchbrechen. Denn, wie du wahrscheinlich schon oft genug von mir gehört hast, handelt es sich tatsächlich um neuronale Schaltkreise, die, solange wir sie nicht bewusst unterbrechen, reaktiv ablaufen werden.

Wenn du sie jedoch aktiv mit der Frage: “Warum trifft mich das gerade so?” beleuchtest, dann können sie nicht ungehindert ablaufen. Sie wurden unterbrochen.

Wenn du noch sehr im alten Muster drinnen steckst, wirst du wahrscheinlich als Erstes antworten: „Na ja, es kränkt mich, weil es einfach nicht stimmt. Die Person sieht gar nicht, wie ich wirklich bin und was ich Gutes tue, sondern beurteilt mich nach einer Sache, die ihr nicht gepasst hat.“

Aber das ist nur dieser alte, gekränkte Teil von dir, der antwortet.
Ich nenne ihn deshalb so, damit du merkst: Das bist nicht du als Ganzes.
Da ist ein Teil von dir, der sich gekränkt fühlt. So wie du auch einen selbstbewussten, einen gelassenen, einen mutigen oder einen ängstlichen Teil hast. Du kennst das: Du bist nicht immer gleich. Je nach Situation kommt ein anderer Teil zum Tragen.

Dieser gekränkte Teil ist möglicherweise schon seit deiner Kindheit da. Damals hat man dich vielleicht auch kritisiert und mit deinem kindlichen Intellekt hast du das als echte Gefahr empfunden. Du hast gedacht, du bist falsch, und du musst richtig sein, damit du nicht abgelehnt wirst. 

Je älter du geworden bist, desto mehr Strategien hat dieser gekränkte Teil entwickelt, umd as zu erreichen. Er will dich schützen. Er denkt: „Da draußen ist jemand, der uns kritisiert — wir werden abgelehnt. Das bedeutet Gefahr!”

Und weil er dir helfen möchte, dass du nicht abgelehnt wirst, spielt er alle möglichen Ideen durch, wie ihr das erreichen könnte: “Beim nächsten Mal musst du Folgendes sagen oder tun, damit das nicht mehr passiert. Am besten vermeiden wir diese und jene Situation gänzlich.”
Das ist der Grund, warum wir so viel grübeln. 

Und das ist ja gut gemeint, nicht wahr?
Aber die Wahrheit ist: Die Gefahr ist nicht real. Dein Leben steht nicht auf dem Spiel. Selbst wenn du abgelehnt wirst, bedeutet das nicht, dass du stirbst.

Du musst diesem Anteil also klar machen, dass du in Sicherheit bist

Aber wie machen wir das am besten?

 

 

Was Ablehnung wirklich bedeutet

Du musst die Wahrheit sehen und sie wirklich verinnerlichen. Das ist es, wie wir mit diesen Seiten von uns umgehen. Diese verdrängten Anteile, die dir das Leben schwer machen. 

Deshalb, lass uns das Ganze ehrlich betrachten.

Was bedeutet es, wenn uns jemand kritisiert oder kränkt? Oder wenn uns jemand ablehnt? Was hat das wirklich mit uns zu tun?

Wenn dich jemand in irgendeiner Form ablehnt — dein Verhalten, deine Aussagen, dein Aussehen, was auch immer — heißt das am Ende nicht einfach nur, dass da ein Mensch ist, der eine bestimmte Sicht auf die Welt hat, basierend auf seinen Erfahrungen?

Und du hast irgendetwas getan, das nicht in dieses Bild der Person passt und sie vielleicht selbst getriggert hat?

Tja – Was soll man machen? 

Selbst wenn du dieser Person deine Sicht der Dinge erklärst, basierend auf deinen Werten und Erfahrungen – was glaubst du, dadurch zu bewirken? Du kannst die Erinnerungen und Erfahrungen des anderen dadurch nicht ändern. Schon gar nicht, wenn besagte Person das gar nicht will. 

Du grübelst also über etwas nach, was aussichtslos ist.

Wenn dich jemand kritisiert, weil er eine ganz andere Sicht auf eine Sache hat als du, wirst du seine Meinung ziemlich sicher nicht einfach verändern.

 Oder gehst du so einfach von deiner Meinung runter?

Das Verhalten anderer hat nichts mit dir zu tun

Wenn jemand unhöflich zu dir ist, hat das vielleicht gar nichts mit dir zu tun.
Was wissen wir schon darüber, was jemand gerade privat durchmacht oder welche Art von Erziehung dieser Mensch hatte — oder vielleicht eben nicht hatte.

Du denkst vielleicht: „Trotzdem, so geht man doch nicht mit anderen um.“
Und ja, da gebe ich dir recht — natürlich ist es nicht schön, das an anderen auszulassen.
Aber die Wahrheit ist: Menschen tun das.
Und mal ehrlich: Haben wir das nicht auch schon irgendwann gemacht?
Wir verstehen also, woher so etwas kommen kann.
Und sehr oft hat das höchstwahrscheinlich gar nichts mit dir zu tun.

Und wenn du jetzt denkst: „Doch, es gibt diese unmögliche Person, die es auf mich abgesehen hat“ — na ja, dann hast du ja eigentlich schon deine Antwort. Wenn diese Person es wirklich auf dich abgesehen hat, dann ist das ihre Aufgabe, ihre Rolle.

So wie ein Lügner lügt und ein Betrüger betrügt.
Da müsste dir ja noch klarer werden, dass das nichts mit dir zu tun hat.

Der Realitätscheck

Was ist wirklich passiert – und was erzählt mein Kopf dazu?

Und noch etwas: Wenn uns etwas emotional trifft, sind wir meist überzeugt, dass wir auf die Realität reagieren. In Wahrheit reagieren wir fast immer auf unsere persönliche Deutung dieser Realität. Unser Gehirn liebt Geschichten – und wo Lücken sind, füllt es sie oft mit alten Erfahrungen, Ängsten oder inneren Überzeugungen.

Das Problem ist nur: Diese Geschichten sind selten neutral. Und oft belasten sie uns mehr, als dass sie uns helfen.

Deshalb kann ein sogenannter Realitätscheck helfen: Er bringt dich raus aus dem Grübeln – und zurück in die Gegenwart. Und das funktioniert überraschend einfach, indem du dir drei Fragen stellst:

  1. Was sind die Fakten?
    Was wurde wirklich gesagt oder getan – ganz konkret?
  2. Was ist meine Interpretation?
    Was denke oder glaube ich gerade über die Situation?
  3. Hilft mir dieser Gedanke – oder macht er alles nur schlimmer?

Ein kurzes Beispiel:
Fakt ist: „Jemand antwortet nicht auf meine Nachricht.“
Deine Interpretation könnte sein: „Ich bin der Person egal.“
Der Realitätscheck ist: „Wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht, was der Grund ist. Vielleicht ist die Person gerade beschäftigt. Ich muss das nicht persönlich nehmen.“

Dieser kleine gedankliche Schritt aktiviert den Teil deines Gehirns, der für rationale Bewertung zuständig ist – und beruhigt gleichzeitig die Stressreaktion. 

Es geht dabei nicht darum, Gefühle wegzudenken oder zu unterdrücken. Es geht darum, bewusst wahrzunehmen: Was ist tatsächlich passiert – und was ist meine Geschichte darüber?

Und wenn du dich weiter fragst: „Tut es mir gerade gut, weiter darüber nachzudenken – oder laugt es mich aus?“
Und eine andere gute Frage ist auch: „Wird das in drei Monaten oder drei Jahren überhaupt noch eine Rolle spielen?“

Denn wenn wir ehrlich zurückdenken, an all die Dinge, die wir uns so zu Herzen genommen haben und die uns so wichtig erschienen – wie relevant sind sie noch? Ist die Sache es wert, dass meine Zeit, meine Energie und mein Wohlbefinden leiden?

Dein Wert bleibt immer gleich

Und der nächste ganz wichtige Punkt, wenn es darum geht, ehrlich und klar auf das ganze zu blicken. Ohne die Geschichten deines Verstandes bzw. dieses gekränkten Anteils von dir.

Ganz ehrlich:

Inwiefern wird dein Wert kleiner, nur weil dich jemand ungerecht behandelt oder kritisiert?

Ich habe dazu mal ein Beispiel gehört, das ich sehr mag:

Wenn dir jemand einen 50-Euro-Schein zeigt und dich fragt, wie viel er wert ist, sagst du: 50 Euro.
Wenn die Person den Schein zerknüllt, auf den Boden wirft und mit schmutzigen Schuhen drauftritt — und dir den Schein dann wieder zeigt — wie viel ist er dann wert?

Immer noch 50 Euro.

Was bedeutet das?

Egal, wie sehr dich jemand kritisiert, kleinmacht oder schlecht behandelt…
egal, wie du dich in solchen Momenten fühlst oder was du in deinem Leben erlebt hast —
dein Wert bleibt gleich, weil Er dir als Mensch innewohnend ist.

Und das ist vielleicht das Wichtigste, was ich dir heute mitgeben möchte:
Du bist wertvoll, einfach nur, weil du bist.
Nicht, weil du bestimmte Dinge leistest.
Nicht, weil du alles richtig machst.
Und auch nicht, weil dich besonders viele Menschen mögen.

Dass du hier bist, ist der Beweis, dass du wertvoll bist. Test bestanden 😉

Ich freue mich, wenn wir uns beim nächsten Mal wiedersehen.
Bis dahin — alles Liebe.


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Selbstsabotage oder Test vom Universum?

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Warum wird plötzlich alles schwer, sobald du dein Leben verändern willst? In diesem Artikel erfährst du, ob du gerade Selbstsabotage erlebst oder ob dich das Universum testet.

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5 Denkfehler, die unbewusst deinen Selbstwert sabotieren

5 Denkfehler, die unbewusst deinen Selbstwert sabotieren

5 Denkfehler, die unbewusst deinen Selbstwert sabotieren

Es ist, als würdest du einen unsichtbaren Rucksack tragen – gefüllt mit Dingen, die du längst nicht mehr brauchst. Sie bremsen dich, ohne dass es dir bewusst ist. Und manchmal merkst du erst, wie viel du getragen hast, wenn du beginnst, etwas davon abzulegen.

Wenn du das Gefühl hast, nicht weiterzukommen, dann liegt es vielleicht nicht an dem, was fehlt – sondern an Denkfehlern, die du unbewusst mit dir herumträgst. Sie sabotieren deinen Selbstwert und halten dich klein – ganz ohne, dass du es merkst. In diesem Beitrag zeige ich dir 5 typische Denkfehler, die viele Menschen unbewusst verinnerlicht haben, und wie du dich Schritt für Schritt davon lösen kannst. Für mehr innere Freiheit, Selbstwertgefühl und emotionale Klarheit.

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Denkfehler 1

Du glaubst, du musst etwas leisten, um geliebt zu werden

Hast du das Gefühl, dass du etwas tun musst, um gemocht zu werden und einen Platz zu verdienen?

Vielleicht tendierst du dazu, dich immer wieder zu fragen, was du tun kannst, damit du gebraucht wirst. Du hörst zu, übernimmst Verantwortung, hilfst, ohne dass dich jemand darum bittet.

Tief in dir hast du vielleicht gelernt: Nur wenn ich funktioniere, bin ich wertvoll.

Wenn du dich nur sicher fühlst, solange du funktionierst bist, verlierst du irgendwann den Kontakt zu dir selbst. Du gibst, obwohl du müde bist. Du hörst zu, obwohl du selbst Gehör bräuchtest. 

Doch echte Verbindung braucht dich – nicht deine Leistung.
Frage dich: Wenn du einmal nichts gibst – wer bleibt dann trotzdem?
Übe dich darin, einfach nur da zu sein – ohne Funktion, ohne Aufgabe. Vielleicht nur für einen Abend, ein Gespräch, einen Moment. 

Du darfst da sein, auch wenn du gerade nichts leistest.

Denkfehler 2

Du hältst an Menschen fest, die dich längst losgelassen haben

Vielleicht spürst du, dass du für jemanden nicht mehr dieselbe Bedeutung hast wie früher. Die Gespräche werden seltener, die Verbindung einseitig. 

Und trotzdem meldest du dich. Du wartest. Du hoffst auf ein kleines Zeichen. Vielleicht genügt dir ein Emoji, ein kurzer Gruß – einfach, um das Gefühl zu haben: Es ist noch etwas da.

Warum tun wir das?

Oft ist es nicht die andere Person, an der wir festhalten – sondern an dem Gefühl, das wir einmal mit ihr verbunden haben. Nähe. Vertrautheit. Bedeutung. Wir klammern uns an die Erinnerung daran, wie es einmal war. Oder daran, wie es hätte sein können.

Und manchmal spielt auch Angst mit: Die Angst vor dem leeren Raum, den dieser Mensch hinterlässt, wenn wir wirklich loslassen.
Denn auch wenn die Verbindung heute weh tut – sie ist vertraut. Und das Vertraute fühlt sich oft sicherer an als das Ungewisse.

Man glaubt fälschlicherweise: Wenn ich mich nur genug bemühe, kommt die Verbindung zurück.
Aber Verbindung lebt nicht vom Festhalten. Sie lebt vom Gegenseitigen.

🌀 Egal ob es sich um eine Liebe oder eine alte Freundschaft handelt:
Erlaube dir einen stillen, ehrlichen Blick auf diese Verbindung.

Fühlt sich das noch lebendig an? Oder tut es mehr weh, als es nährt? 

Und wenn du spürst, dass diese Verbindung dich nicht mehr wirklich nährt – aber du trotzdem nicht loslassen kannst – dann frag dich ehrlich: Was halte ich hier eigentlich fest?

Ist es wirklich der Mensch – oder ist es die Hoffnung?
Das Bild, wie es einmal war?
Oder die Vorstellung, wie es hätte sein können?

Oft halten wir nicht an der Realität fest, sondern an einer inneren Geschichte. An einem Wunsch, der nicht mehr mit dem übereinstimmt, was heute ist.

 

 

Denkfehler 3

Du wünschst dir, die Vergangenheit wäre anders verlaufen

Manche Erinnerungen lassen uns nicht los. Eine Entscheidung, die du heute anders treffen würdest. Ein Moment, in dem du dich selbst enttäuscht hast. Ein Gespräch, das du gerne zurückspulen würdest. 

Du spielst es immer wieder durch – in der Hoffnung, es irgendwie rückgängig machen zu können.

Unser Verstand versucht, uns mit diesem Grübeln und Analysieren auf ähnliche Situationen in der Zukunft vorzubereiten. Er glaubt: Wenn ich alles genau verstehe und plane, kann ich verhindern, dass es nochmal passiert.

Aber: Statt Klarheit entsteht ein Kreislauf aus Selbstzweifeln, Schuldgefühlen und endlosen Gedanken. Und je öfter du diesen Kreislauf durchläufst, desto stärker verknüpft dein Gehirn das Erlebnis mit einem Gefühl von Versagen.

Stattdessen wäre es viel sinnvoller das Gewesene als Erfahrung zu akzeptieren, aus der sich etwas lernen lässt. Ja, ich habe es damals nicht besser gewusst. Woher auch? Ich habe getan, was mir mit meinem damaligen Bewusstseinsstand möglich war. Heute würde ich es anders machen – WEIL ich daraus gelernt habe.

Denn die Vergangenheit lässt sich nicht verändern, egal wie oft wir sie drehen und wenden. Was du aber verändern kannst, ist der Blick darauf.

Du hast damals entschieden mit dem Wissen, den Möglichkeiten und der Stärke, die dir in diesem Moment zur Verfügung standen. Mehr war damals vielleicht einfach nicht möglich.

👉 Vielleicht hilft dir dieser Satz: „Ich vergebe mir, dass ich es damals nicht besser wusste. Heute kann ich es anders machen.“ 

Denkfehler 4

Du hoffst, dass sich jemand verändert – für dich

Manchmal halten wir nicht an dem Menschen fest, der gerade vor uns steht, sondern an dem Bild, das wir von ihm haben. Wir sehen das Potenzial, die Möglichkeiten, das, was sein könnte, wenn er sich nur ein wenig mehr öffnen, bemühen oder verändern würde. 

Und so wartest du. Du hoffst, verzeihst, gibst dich verständnisvoll – immer in dem Glauben, dass es irgendwann besser wird. Aber während du wartest, bleibst du selbst auf der Strecke. Denn Veränderung geschieht nicht durch deine Liebe oder Geduld, sondern durch den Wunsch des anderen. 

Du darfst aufhören, dich an eine Vorstellung zu klammern.

Richte den Blick wieder auf dich:

Was brauchst du? Was verdient dein Herz? Was hat wirklich Platz in deinem Leben?

Und vielleicht frag dich ganz ehrlich: Wenn ich niemanden retten müsste – was würde ich dann für mich wählen?

Denkfehler 5

Du glaubst, nicht genug zu sein

Es gibt Momente, da reicht ein kurzer Blick, ein Schweigen, ein missverständlicher Satz – und plötzlich zweifelst du an dir selbst. „War ich zu viel? Zu leise? Nicht interessant genug?“ 

Dieses ständige Hinterfragen kann so vertraut wirken, dass du gar nicht mehr bemerkst, wie tief es dich geprägt hat. Du versuchst, dich anzupassen, es allen recht zu machen oder immer besser zu werden – in der Hoffnung, irgendwann endlich zu genügen. 

Dieses Gefühl ist kein Teil von dir – es ist etwas, das du irgendwann übernommen hast. Und genau deshalb kannst du dich heute Schritt für Schritt davon lösen. 

Du bist nicht zu wenig – vielleicht bist du nur zu selten so, wie du wirklich bist.

Wie wäre es, wenn du dir für eine Woche jeden Abend eine Sache aufschreibst, auf die du heute stolz sein kannst – egal wie klein sie scheint. So stärkst du Stück für Stück deinen Blick für das, was schon da ist: dein eigener Wert.

Vielleicht hast du dich in einem dieser Punkte wiedererkannt und spürst jetzt, dass da etwas in dir ist, das du schon lange mit dir herumträgst – etwas, das dich zurückhält, obwohl du längst bereit wärst, weiterzugehen.

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Mit über 30 Videos, praktischen Übungen, Meditationen und einem umfassenden Arbeitsbuch begleite ich dich Schritt für Schritt auf deinem Weg zu mehr innerer Ruhe, Leichtigkeit und echtem Glück.

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Übrigens kannst du den Kurs jetzt auch bequem in Raten zahlen – was mich sehr freut, denn so wird er für noch mehr Menschen zugänglich.

Ich wünsche dir für deine Reise alles Liebe!

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Wut loslassen: So findest du innere Ruhe und emotionale Freiheit

Wut loslassen: So findest du innere Ruhe und emotionale Freiheit

Wut loslassen: So findest du innere Ruhe und emotionale Freiheit

Jemand hat dich verletzt. Du wurdest hintergangen, belogen oder ungerecht behandelt. Du bist wütend und die Gedanken drehen sich im Kreis. Man hat deine Grenzen missachtet, deine Worte verdreht oder dich nicht ernst genommen. Und du kannst es einfach nicht loslassen.

Möglicherweise bist du auf diesen Artikel gestoßen, weil du soeben getriggert worden bist und nach einem Weg suchst, dich wieder zu erden. Oder du trägst schon seit Wochen, Monaten, oder gar Jahren Wut und Groll mit dir herum – und bist diese endlosen Gedankenspiralen leid.

Vorweg möchte ich dir sagen: allein dein Wunsch, diese Last loszulassen, zeigt, wie weit du schon gekommen bist. Du weißt, dass nur du dir helfen kannst. Dass die Welt da draußen sich nicht so einfach ändern wird. Und die Menschen, die dich wütend machen, vielleicht auch nicht.

Und das müssen sie nicht. Ich möchte dir im heutigen Artikel einige HIlfestellungen geben, damit du unabhängig vom Verhalten anderer, deinen inneren Frieden wahren kannst und emotional frei wirst.

↓ Zum Video auf YouTube ↓

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Der Teufelskreis der Wut

Wir alle kennen Wut, Groll und feindselige Gefühle – besonders, wenn wir respektlos oder ungerecht behandelt wurden oder uns jemand bewusst geschadet hat. Manchmal fühlen wir uns auch einfach machtlos, weil wir in einer Situation feststecken, die wir nicht ändern können. Und je mehr wir darüber nachdenken, desto größer wird die Wut. Plötzlich wird diese eine Person zum Inbegriff des Bösen – und wir zu jemandem, der wir nicht sein wollen: wütend, feindselig, vielleicht sogar mit kindischen Ausbrüchen, von denen wir dachten, sie längst hinter uns gelassen zu haben.

Ja, wir alle hatten sie – Wutausbrüche mit oder ohne Tränen, die unsere Eltern einiges an Nerven gekostet haben. Und dann stehen wir, 20, 30 oder 40 Jahre später, da und erleben einen ähnlichen Ausbruch – dieses Mal vielleicht dem Partner gegenüber oder, noch wahrscheinlicher, bei den Eltern oder anderen Familienmitgliedern. Schließlich hat sich diese Dynamik dort über Jahre gefestigt.

Mit der Zeit haben wir unsere Strategien oft perfide verfeinert: Statt eines tobenden Wutanfalls mit Tränen ist es jetzt der cholerische Ausbruch mit gezielten Beleidigungen, die genau ins Schwarze treffen.

Doch genau wie unsere kindlichen Strategien bringt uns auch Wutanfall Version 2.0 nicht ans Ziel. Denn insgeheim lautet unser Wunsch: Alle sollen sich meinen Vorstellungen beugen, damit ich mich gut fühlen kann. Aber nicht nur, dass das (meistens) nicht funktioniert – zu allem Überfluss fühlen wir uns danach auch schlecht. Diese negative Energie verschwindet nicht einfach. Sie setzt sich in uns fest, kreist in unseren Gedanken und lässt uns nicht los.

Warum? Weil wir nicht loslassen. Wir halten daran fest, indem wir uns immer wieder rechtfertigen, dem anderen die Schuld geben, uns selbst für unser Verhalten rügen oder uns ausmalen, was wir beim nächsten Mal anders machen würden. Und so spielen wir dieses innere Drama wieder und wieder durch.

Ich möchte dir ein paar Tipps geben, wie du lernen kannst, dieses Muster, zu durchbrechen.  Und ja – ich verwende bewusst das Verb lernen, denn wie ich immer wieder betone: Das ist kein Schalter, den man einfach umlegt. Es braucht Zeit.

Warum sind Wutmuster so schwer zu durchbrechen?

Wut ist mehr als nur eine Emotion – sie ist eine tief verankerte Überlebensreaktion. Unser limbisches System, insbesondere die Amygdala, reagiert auf eine als bedrohlich empfundene Situation mit Kampf oder Flucht. Und das oft, bevor unser bewusster Verstand überhaupt eingreifen kann.

Je öfter wir in bestimmten Situationen mit Wut reagieren, desto stärker vernetzen sich diese neuronalen Bahnen.

Unser Gehirn liebt Effizienz und schafft Abkürzungen – mit der Zeit wird diese emotionale Reaktion zur automatischen Gewohnheit.

Unser präfrontaler Kortex, der für bewusste Entscheidungen zuständig ist, wird in solchen Momenten quasi übergangen.

Deshalb reicht es nicht, sich einfach vorzunehmen: Beim nächsten Mal bleibe ich ruhig. Wir müssen aktiv neue neuronale Verknüpfungen schaffen – und das gelingt nur durch bewusstes, wiederholtes Gegensteuern.

Die gute Nachricht: Dank Neuroplastizität, also der Fähigkeit unseres Gehirns, sich zu verändern, können wir diese Muster langfristig umprogrammieren. Aber dafür brauchen wir die richtigen Techniken.

Also, was können wir tun?

Innehalten und Beobachten

Atme tief durch. Immer. Das sollte dein erster Reflex sein – selbst inmitten einer hitzigen Situation. Halte inne. Reagiere nicht sofort. Beobachte, was in dir passiert.

Je früher du erkennst, dass gerade ein Muster in dir abläuft, desto eher kannst du es durchbrechen.

Das gilt auch, wenn du allein bist und an ein Ereignis denkst, das dich wütend macht. Stoppe dich bewusst, indem du tief durchatmest. Nicht verdrängen, nicht ablenken. Greif nicht reflexartig zum Smartphone. Sag nicht: Das soll nicht sein! oder Ich will das nicht fühlen!

Sag dir stattdessen: Ah, da ist dieser Gedanke oder diese Emotion. Interessant. Das war also mein bisheriges Programm in solchen Momenten.

Werde zum Beobachter deiner eigenen Reaktion

Beobachte dich wie ein Wissenschaftler:

„Ah, jetzt will ich mich rechtfertigen, weil ich mich ungerecht behandelt fühle. Interessant. Mein Kiefer spannt sich an. Da ist ein Kloß im Hals.“

Ich weiß – einige von euch mögen sich jetzt denken: Klingt ja schön, aber wie soll das funktionieren, wenn ich in Rage bin?

Und ich sage es nochmal: Es wird nicht sofort klappen. Aber je öfter du es übst, desto besser wirst du darin.

Denn ja, wenn du schon voll im Strudel der Wut bist, hilft es wenig, dich mit Logik befreien zu wollen. Aber wenn du den Moment erkennst, in dem es losgeht – dann kannst du dich stoppen.

Dann atmest du tief ein und aus. Konzentrierst dich bewusst auf deinen Atem. Und das allein bringt schon mehr Ruhe in deinen Geist.

Was bringt diese Herangehensweise?

Du lernst, dich von diesem alten Muster zu lösen. Und zwar von dem Teil deiner Persönlichkeit, der dieses Muster wahrscheinlich schon seit deiner Kindheit auslebt.

Deine Wutreaktionen sind Strategien, die sich früh entwickelt haben, um dich zu schützen oder durchzusetzen. Aber: Die Strategien, die dein 3-jähriges Ich entwickelt und dein Teenager-Ich perfektioniert hat, sind nicht mehr angemessen. 

Kinder und Jugendliche haben nicht dieselben Werkzeuge wie Erwachsene, um mit Emotionen umzugehen. Wut, Trotz oder Manipulation sind Überlebensstrategien, die damals vielleicht funktioniert haben – aber als Erwachsene haben wir bessere Alternativen.

Du bist eine bewusste, reflektierte Person, die Harmonie in sich und um sich herum sucht. Und diese alte Strategie passt einfach nicht mehr zu dir.

Neuen Standard setzen

Heute – ab jetzt – setzt du deinen neuen Standard.

Du entscheidest, wie du sein möchtest. Und ab diesem Moment wirst du, so gut du kannst, nach diesem Standard handeln.

Und wenn es dir nicht gleich gelingt – kein Grund sich klein zu machen. Oder anderen die Schuld zu geben, wenn du deinen eigenen Standard nicht halten konntest.

Dank Neuroplastizität kannst du die Muster ändern – aber es braucht wiederholtes bewusstes Eingreifen, damit neue neuronale Verknüpfungen entstehen.

Rückschläge gehören dazu. Wer sich jedes Mal verurteilt, wenn er alte Muster wiederholt, bleibt in der Spirale gefangen. Deshalb ist es wichtig, sich selbst mit Nachsicht zu begegnen.

Ja, ich weiß – es gibt Menschen, die machen es einem wirklich nicht leicht, verständnisvoll und mitfühlend zu bleiben. 

Bitte halten wir uns vor Augen: Jeder, wirklich jeder, trägt seine eigene Bürde. Auch diese unangenehmen Zeitgenossen haben keine schöne Zeit mit sich selbst – selbst wenn es vielleicht anders wirkt.

Sie sind zu sich genauso ungerecht, lieblos und respektlos, wie sie es zu dir sind. Und oft fühlen sie sich zutiefst machtlos – ein wirklich quälendes Gefühl. Sie stecken in ihrem eigenen Gefängnis fest, ohne zu wissen, wie sie herauskommen. Und weil sie keine besseren Wege gefunden haben, versuchen sie, sich irgendwie Erleichterung zu verschaffen – indem sie ihren Frust auf andere abladen.

Doch genau das entfernt sie nur noch weiter von den Menschen um sie herum.

Ich hoffe, das weckt in dir Mitgefühl und nicht Schadenfreude. Aber als Zuschauer meines Kanals gehe ich davon aus, dass wir uns eher in Richtung Mitgefühl bewegen – oder zumindest unser Bestes geben, um Verständnis für andere aufzubringen.

 

 

Ursache erkennen

Versuche nun, die Ursache hinter deinem Gefühl oder Gedanken zu erkennen.

Ich fühle mich ungerecht behandelt.
Ich werde nicht ernst genommen.
Ich werde respektlos behandelt.

Aber warum glaube ich das? Woran messe ich, ob etwas gerecht oder respektvoll ist?

Du hast irgendeinen Erfahrungswert, eine innere Vorstellung davon, wie du behandelt werden solltest – und wie nicht. Eine Idee davon, was passieren sollte, damit du dich gut fühlen kannst.

Aber stimmt das wirklich?

Ich weiß, jetzt wird es nicht ganz einfach – aber ich bitte dich, offen zu bleiben:

Wer bist du, dass du entscheidest, wie das Leben und andere Menschen zu sein haben?
Bist du der Schöpfer dieser Welt?

Ich sage nicht, dass dir kein Unrecht geschehen ist. Ich sage nicht, dass das Verhalten mancher Menschen nicht töricht oder sogar abscheulich ist.

Aber zumindest zeigt es dir eines: So möchtest du nicht sein.
So würdest du andere nicht behandeln – weil du weißt, wie es sich anfühlt.

Die Frage ist: Wie viel verstehen wir wirklich vom Leben?
Haben wir das Recht, zu bestimmen, was existieren darf und was nicht?
Und wenn es bereits existiert – wurde diese Entscheidung nicht längst getroffen?

Wäre es dann nicht klüger, zu erkennen, wie dieser Organismus funktioniert, damit ich mich nicht selbst krank mache?

Und wenn das bedeutet, dass ich Menschen hinter mir lassen muss – dann ist das ein Schritt, den ich gehen kann.

Aber solange ich eine Situation nicht ändern kann, wäre es dann nicht eine gute Idee, hier drinnen, in mir selbst, einen Zustand der Harmonie herzustellen?

Hier drinnen, wo nur ich Einfluss nehmen kann.

Kann ich meine Gedanken und Emotionen beobachten, hinterfragen, neu ausrichten – um mich besser zu fühlen?

Das Wichtigste ist, dass du erkennst:
Du hast diese Macht.

Techniken

Es gibt unzählige Techniken, um das zu erreichen – und du kannst wählen, was sich für dich richtig anfühlt.

Mantras

Vielleicht bereitest du dir Mantras vor, die du dir sagst, wenn negative Gedanken oder Emotionen aufkommen:

👉 „Ich kann damit umgehen.“
👉 „Das ist seine oder ihre Meinung – nicht meine.“
👉 „Ich wähle inneren Frieden.“
👉 „Ich lasse das Drama los.“

Journaling

Du kannst dir, wenn du Zeit hast, dein Journal nehmen und alles aufschreiben, was du empfindest. Und dann gehst du es mit gezielten Fragen durch:

🔹 Warum fühle ich mich gerade so?
🔹 Was glaube ich, was passieren könnte, wenn ich nicht so reagiere?
🔹 Und warum wäre das schlimm für mich?
🔹 Wann habe ich dieses Gefühl zum ersten Mal in meinem Leben erlebt?
🔹 Und vor allem: Stimmt das wirklich, was ich glaube? Ist das die einzige Sichtweise?

Kann man das auch anders sehen?
Wie könnte man es noch sehen?

Und jetzt kommt ein schwieriger, aber sehr kraftvoller Schritt:

👉Versuche die Perspektive zu wechseln.

Nehme wir an, du denkst über die Person, die dich in Rage bringt Folgendes:

„Diesen Menschen kümmert es überhaupt nicht, was ich fühle oder denke. Er ist egoistisch und denkt nur an das, was er will.“

Jetzt drehe es um:

„Ich kümmere mich überhaupt nicht darum, was dieser Mensch fühlt oder denkt. Ich bin egoistisch und denke nur an das, was ich will.“

Ich weiß, dieser Wechsel kann herausfordernd sein – aber probiere es einfach mal aus. Manchmal entdecken wir dadurch Dinge über uns selbst, die wir vorher nicht sehen konnten.

Gerade das, was wir an anderen nicht ertragen, tragen wir oft selbst in uns. Es sind unsere Schattenseiten – die Anteile, die wir seit unserer Kindheit verdrängen.

Doch mit Bewusstheit und Ehrlichkeit machen wir sie sichtbar. Und wenn wir sie sehen, können wir sie verändern.

Emotionen zulassen

All diese Methoden helfen – aber manchmal braucht es keine Analyse, sondern einfach den Raum, eine Emotion zu fühlen, ohne sie sofort bewerten oder verändern zu wollen.

Viele von uns haben gelernt: „Reiß dich zusammen!“ oder „Denk nicht so viel drüber nach!“ Doch Gefühle, die wir unterdrücken, verschwinden nicht. Sie bleiben in unserem Körper gespeichert – und äußern sich dann auf andere Weise.

Vielleicht als körperliche Symptome – Kopfschmerzen, Verspannungen, Magenprobleme. Oder als unkontrollierte emotionale Ausbrüche, die scheinbar aus dem Nichts kommen.

Deshalb kann es unglaublich befreiend sein, eine Emotion einfach da sein zu lassen. Ohne Ablenkung. Ohne Urteil. Ohne sie sofort verändern zu wollen.

Das bedeutet nicht, dass wir uns in Wut oder Trauer verlieren. Es bedeutet nur, dass wir dem Gefühl die Erlaubnis geben, da zu sein, anstatt dagegen anzukämpfen. Durch bewusstes Fühlen kann sich die Energie der Emotion verändern, oder transformieren. Sie verliert die Macht über uns.

 

Und wenn du weitere Unterstützung und eine Anleitung suchst, um mehr Bewusstheit zu entwickeln und dich emotional zu befreien, dann ist mein Online-Kurs „Endlich glücklich! Den Schmerz der Vergangenheit loslassen und mit Selbstliebe zu emotionaler Freiheit“ vielleicht genau das Richtige für dich. HIER erfährst du mehr

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Wiederkehrende Themen im Leben loslassen

Wiederkehrende Themen im Leben loslassen

Wiederkehrende Themen im Leben loslassen

Es scheint, als hätten wir alle bestimmte Themen, die immer wieder in unserem Leben auftauchen. Man denkt, man hätte sie bereits überwunden, bis man in Situationen gerät, in denen die unangenehmen Gedanken und Gefühle wieder auftauchen: Einsamkeit, Machtlosigkeit, mangelnder Selbstwert, das Gefühl, nicht genug zu erreichen, die Suche nach einem Sinn etc.

Warum scheinen wir in diesen Mustern gefangen zu sein und wie können wir uns daraus befreien? Lasst uns heute mal wieder in die Tiefen unseres Seins eintauchen.

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Warum diese wiederkehrenden Themen?

Warum werden wir immer wieder von bestimmten Themen getriggert? Warum kreisen unsere Gedanken ständig um die gleichen Dinge? Wir sind ihrer überdrüssig und bereit sie loszulassen. Oder etwa doch nicht?

Was wäre, wenn genau das Gegenteil der Fall ist? Was, wenn es sich um Themen, Ansichten, Ideen und Wünsche handelt, die du nicht aufgeben willst.

Manchmal spreche ich mit Leuten, die scheinbar alles haben, wovon viele nur träumen, und die ihren ganzen Fokus nur auf die eine Sache legen, die sie gerne hätten.
Manche von ihnen sehen das sogar, sind also bewusst genug, zu erkennen, dass sie sich das Leben damit schwermachen.

Andere wiederum sind sich dessen nicht bewusst – sie sind überzeugt, das Leben habe sie vergessen, weil sie nur auf diese eine Sache fokussiert sind, die ihnen fehlt.

  • Entweder ist es der Umstand, dass man Single ist und gerne in einer Partnerschaft wäre;
  • ist man in einer glücklichen Partnerschaft, ist es der Job, der uns nicht erfüllt.
  • Oder wir verdienen bzw. besitzen nicht genug.
  • Oder sind nicht schön genug.

Wir finden immer etwas, das uns bestätigt, dass wir nicht gut genug sind und es nicht geschafft haben. Und dass wir nicht da sind, wo wir sein sollten.

Wir leben in einem selbst erschaffenen Gefängnis von Ideen und Vorstellungen, die wir glauben, erfüllen zu müssen, um ein lebenswertes Dasein zu führen.

Du hast so vieles erlebt, gesehen, gefühlt. Aber es gibt nur diese paar Themen, die dein ganzes Leben bestimmen.

  • Es gibt Menschen, die sich nichts mehr als ein Kind wünschen, doch es will einfach nicht klappen.
  • Menschen, die seit ihrer Kindheit auf eine sportliche Karriere hingearbeitet haben, und die nach einem Unfall, diesen Traum für immer und ewig auf Eis legen müssen.
  • Menschen, die ihr ganzes Leben hart gearbeitet hatten, um ihre freie Zeit nach der Pensionierung zu genießen, und die dann mit einer unheilbaren Krankheit konfrontiert wurden.

Was macht diese Schicksale schlimmer, als sie ohnedies bereits sind?

Dass man an eine Idee geklammert hat, die genau konträr dazu ist. Denn jetzt muss man nicht nur mit dem Schicksal zurechtkommen, sondern leidet unter seinem eigenen Verstand.

Und wenn ich nie bekomme, was ich will?

Hast du schon einmal folgende Gedanken für dich durchgespielt:

Vielleicht gehöre ich eben nicht zu den Auserwählten, für die das, wovon ich träume, in diesem Leben geschehen wird. Kann ich das akzeptieren? Kann ich damit leben?

Und wenn du jetzt gerade innerlich gehadert hast, wenn du Angst, Schmerz oder Widerstand gespürt hast, dann weißt du, warum dein Bewusstsein in den Klauen des Verstandes ist und gewisse Themen immer und immer wieder aufkommen.

Du hast Angst, dass du ohne diese Sache, niemals glücklich sein wirst. Dass dein Leben nicht lebenswert sein wird.

Und ironischerweise machen wir uns das Leben aufgrund dieser Wünsche und Verlangen so schwer, dass wir es tatsächlich nicht mehr genießen. Und das ist noch untertrieben – wir leiden sogar darunter. Wir haben Momente der Freude und des Glücks; aber die meiste Zeit ist es Anspannung, Stress, Unzufriedenheit, Frust.

Was ist das Thema, um das sich alles in deinem Leben dreht? Wovon sind deine Freude und dein Leid abhängig? Liebe, Macht, Kontrolle, Glück, Sinn und Erfüllung?

Sagen wir, du willst deine Vorstellungen diesbezüglich nicht loslassen.
Du bist überzeugt, dass die Erfüllung dieses Wunsches deine Erlösung sein wird. Jetzt leidest du zwar darunter, dass du nicht hast, was du willst, aber du überlegst dir einfach, was du tun kannst, um dich besser zu fühlen, solange sich dein Wunsch noch nicht erfüllt hat.

Du lässt dir tausend Konzepte einfallen, wie du damit umgehen kannst. Wie du dich davon ablenken kannst, dass du (noch) nicht hast, was du ersehnst:

  • Vielleicht noch eine Reise.
  • Noch eine Ausbildung.
  • Noch mehr Pflichten und Verantwortung.
  • Mehr Information einholen.
  • Mehr Bücher lesen und Kurse besuchen.
  • Neue Hobbys, sich optimieren, besser werden in allen anderen Bereichen.

Ich möchte, dass du ehrlich mit dir bist: Ist es nicht so, dass du viele deiner Unternehmungen, sei das eine Reise, ein Treffen mit Freunden, oder andere Freizeitaktivitäten, nicht wirklich genießt, weil du eigentlich etwas anderes willst?
Du hast eine genaue Vorstellung von dem, was du willst – und wenn du ganz ehrlich bist, dann ist das, was du erlebst, eigentlich nie so wie es sein sollte.

Dabei müsstest du nur diese Idee loslassen.

Damit ist nicht Verzicht gemeint. Verzicht hat damit nichts zu tun.

Du musstest nicht eines Tages auf dein Spielzeug verzichten.
Du hattest kein Interesse mehr daran, weil es dir nichts mehr gegeben hat.

 

Selbstreflexion

In Bezug auf seine persönlichen Verlangen muss man für sich erkennen, dass man sie nicht braucht, um sich gut und erfüllt zu fühlen.

Frage dich:

  • Woran halte ich fest?
  • Ist es wert, festgehalten zu werden?
  • Ist es diesen inneren Unfrieden und den Druck wert, den ich mir damit mache?
  • Ist es gerechtfertigt, dass ich dadurch den Großteil meines Tages unzufrieden und angespannt verbringe?

Während du diese Fragen hörst, beobachte, was in dir geschieht. Fängt dein Verstand an, deine Wünsche zu rechtfertigen? Geht diese Rechtfertigung mit Gefühlen wie Unsicherheit oder Angst einher?

Beobachte auch, wie logisch dir das alles erscheint, was dein Denken dir vorsetzt. Was natürlich Sinn macht, weil dein Denken und deine Logik auf deinen Prämissen aufbauen.

Wenn du dich in einer langen mathematischen Rechnung, in der du viele Formeln anwenden musst, irgendwo am Anfang verrechnet hast, dann hast du, auch wenn du alle Formeln richtig angewendet hast, mit einer falschen Zahl weitergerechnet und das Endergebnis wird nicht stimmen. Ich weiß, das Beispiel hinkt hie und da, aber ich nehme an, du verstehst, worauf ich hinaus will:

Deine Logik macht natürlich basierend auf deiner Wahrnehmung und deinen Glaubenssystemen Sinn, aber das heißt nicht, dass sie stimmen.

Dein Verstand klammert an einer Vorstellung davon, wie du und dein Leben sein müssen, damit du endlich erfüllt sein kannst. Und du setzt dich deswegen unter Druck, bist gestresst, unsicher und unzufrieden, und erachtest dein Leben als sinnlos, weil du einer Idee deines Verstandes nicht nachkommst.

Also erkennst du ehrlicher Weise: Mit diesen Einstellungen, mit diesen Vorstellungen über mich und die Welt, kann ich nicht glücklich sein.

Und vielleicht denkst: Ach, was weiß die schon; wenn ich erst den Partner oder das Geld habe, dann ist mein Leben in Ordnung.

Aber darf ich dich fragen: Hattest du schon einmal einen Partner? Hattest du schon einmal Geld? Ja? Und? Warum hat das nicht gereicht? Lass mich raten: Weil es nicht der Richtige war. Weil es nicht genug Geld war.

Dein Verstand spielt dir einen Streich.
Wenn du dich befreien willst, musst du dieses Spiel durchschauen. Und durchbrechen.

Also, gibst du ehrlicherweise zu: Ja, es stimmt, ich klammere an meinen Vorstellungen von dem, was mir die vermeintliche Erlösung meines Leids bringen wird, und lehne alles ab, was mir ein unangenehmes Gefühl verschafft.

Was ist dieses Leid, das du empfindest? Ist es ein Gefühl der Wertlosigkeit? Fühlst du dich ganz allgemein unzufrieden oder werden die unangenehmen Gefühle durch bestimmte Situationen und Menschen getriggert?

Praktische Tipps

Beobachte dich heute, und wann immer du einen Moment hast, indem du dich unwohl fühlst und dich gerne ablenken würdest, halte einen Moment inne und frage dich:

1. Warum fühle ich mich jetzt unwohl? Warum stört mich diese Person oder diese Situation? Was ist das Thema dahinter?
(Fühlst du dich abgelehnt, nicht ernst genommen, nicht wertgeschätzt, ungeliebt, einsam, unfrei, ungerecht behandelt – dein Thema; bzw. eines deiner Themen; je nachdem).

2. Was wäre, wenn mich das nicht stören würde? Was wäre wenn dieses Thema irrelevant für mich wäre? Wäre ich dann in dieser Gedankenspirale oder nicht?

3. Wenn die Antwort ‘nein’ ist: Wieso halte ich dann an diesem Thema fest?
Weil du irgendwo tief in deinem Innersten glaubst, es wird deine Erlösung sein.

4. Stimmt das wirklich?

Diese Glaubenssätze musst du auflösen, wenn du dich aus deinen alten Mustern befreien willst.

Passende Artikel zu den Themen Glaubenssätze erkennen und auflösen:

Glaubenssätze erkennen und loslassen in 6 Schritten

→ Diese 3 Glaubenssätze sabotieren dein Glück

 

Und wenn du weitere Unterstützung und eine Anleitung suchst, um deine persönlichen Werte zu erkennen und dich emotional zu befreien, dann ist mein Online-Kurs „Endlich glücklich! Den Schmerz der Vergangenheit loslassen und mit Selbstliebe zu emotionaler Freiheit“ vielleicht genau das Richtige für dich. HIER erfährst du mehr

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