Kränkung überwinden: Nimm es nicht persönlich

Kränkung überwinden: Nimm es nicht persönlich

Kränkung überwinden: Nimm es nicht persönlich

Ein Video von mir hat in kurzer Zeit viel Aufmerksamkeit bekommen:
„Dinge nicht zu Herzen nehmen – wie du aufhörst, alles persönlich zu nehmen“.

Über 28.000 Aufrufe in nur wenigen Wochen und viele Rückmeldungen haben mir gezeigt, wie sehr dieses Thema bewegt. Dabei sind auch einige Fragen aufgekommen, weshalb ich mich entschieden habe, noch etwas tiefer einzutauchen.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie die innere Arbeit dir helfen kann, dich von Kränkungen nicht so schnell aus der Ruhe bringen zu lassen – und wie du dabei Schritt für Schritt vorgehen kannst.

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Wenn Kränkung so tief geht

Ich war übrigens eine Meisterin darin, mir Dinge zu Herzen zu nehmen, mich zu schämen und in Selbsthass zu suhlen.
Einer meiner Lehrer sprach einmal über Scham und darüber, dass diese ganz unten auf der Emotionsskala stünde. Da war es nicht weit zur Depression, Selbstabwertung und dem Gefühl der Machtlosigkeit.

Und weil ich weiß, wie sich das anfühlt, und das niemandem wünsche, machen wir uns heute daran, einen Weg aus diesen negativen Emotionen zu finden.

Ich beziehe mich auf die Art von Kränkungen, die ich als alltäglich bezeichnen würde, also zum Beispiel:

  • dass man kritisiert wird
  • dass einem jemand nicht antwortet
  • dass man nicht wertgeschätzt wird
  • dass man nicht ernst genommen wird

Gerade bei alltäglichen Kränkungen kann die innere Arbeit ein kraftvoller Ansatz sein, weil man lernt, den gekränkten Anteil in sich wahrzunehmen, ohne sich vollständig mit ihm zu identifizieren.

Mit der Zeit kann dieser Anteil an Intensität verlieren – weil wir ihn fühlen, anerkennen und ihm Raum geben. Manche nennen das Integration, andere Loslassen.

Das Konzept dahinter ist die Annahme, dass es in uns ein Gewahrsein gibt, das von der Kränkung selbst nicht betroffen ist. Etwas, das all das wahrnimmt, ohne selbst verletzt zu sein.

Und gleichzeitig ist es wichtig zu sagen: Nicht jeder Mensch kann sofort dorthin schauen. Wenn wir stark in einer Emotion gefangen sind oder unser Nervensystem ohnehin überlastet ist, fühlt sich dieser Zugang oft weit entfernt an. Dann braucht es vielleicht erst Stabilisierung, Mitgefühl oder einfach Zeit.

Es gibt viele Ansätze und du spürst selbst am besten, was für dich funktioniert und was nicht. Wenn du den Kopf schüttelst und denkst: Das ist nichts für mich – dann ist es gerade nicht das Richtige. Wenn du dich angesprochen fühlst oder es dich interessiert, dann ist es vielleicht das, was dir gerade guttut.

Gut, was ist denn nun mein Ansatz, also das, was ich die innere Arbeit nenne?

Den Blick nach innen werfen

Was immer dir im Außen passiert, schau als Erstes nach innen.

Was wir meistens tun, ist nämlich Folgendes: Jemand kritisiert uns und sofort denken wir:
Was soll das heißen? Bin ich nicht gut genug?
Oder: Was fällt dem ein? Sieht der überhaupt, was ich hier alles leiste?

Das wäre also der gekränkte Teil von dir, der sofort reagiert.

Was du stattdessen versuchen könntest, ist Folgendes:

Halte inne.
Du kannst dir auch sagen: Stopp!

Dann beobachte objektiv:
Ah, das ist der gekränkte Teil von mir, der sich alles so zu Herzen nimmt. So reagiert dieser Teil. So fühlt er sich an.

Warum ist das wichtig?

Das alte Programm

Ich schlüssel dir das auf: Wenn du einfach reagierst wie immer, sprich, dein innerer Monolog geht los – Was fällt dem ein? Ich habe es satt! und so weiter – dann ist das dein altes Programm, das da schon seit deiner Kindheit oder Jugend ist und das wieder aktiv ist. Und du festigst es mit jedem Mal, da du es durchläufst.

Nehmen wir an, deine Eltern haben dich früher kritisiert und du hast mit deinem kindlichen Intellekt, ohne Worte formen zu können, etwas empfunden, das in etwa Folgendes bedeutet hat:

Oh nein, ich habe etwas falsch gemacht. Mama oder Papa ist böse. Ich darf das nicht mehr falsch machen.

Du bist ja von der Liebe der Eltern abhängig gewesen.

Und später projizieren wir dieses Verhalten auf die Schulfreunde, die Lehrer, die Kollegen und immer so weiter. Wir sind immer von jemandem abhängig, sozusagen. Deshalb die Angst vor Ablehnung.

Und sich Dinge zu Herzen zu nehmen, ist in dem Fall fast eine Art Überlebensstrategie.

Beim nächsten Mal mache ich es besser, damit ich nicht abgelehnt werde. Das heißt, unser Nervensystem lernt:

„Besser werden = sicher bleiben.“

Das also meine ich, wenn ich vom alten Programm spreche.

In dem Moment, da du das Programm beobachtest, stoppst du es. Es läuft nicht automatisch ab, sondern wird von deinem Bewusstsein unterbrochen.

Weil du es bewusst siehst, bist du nicht mehr drinnen.

Ich hoffe, das ist verständlich. Wenn du ein Zeuge bist, kannst du nicht mitten im Geschehen sein, nicht wahr?

Der Auftrag an deinen Verstand

Noch etwas zu dem alten Programm und warum es sich nicht einfach abschalten lässt:

Du hast deinem Verstand sozusagen den Auftrag gegeben, dich zu beschützen. Du hast gesagt:
Ich darf nicht abgelehnt werden.

Und dein Verstand, genial wie er ist, hat gesagt: Keine Sorge. Ich bin da. Ich habe deinen Auftrag verstanden und werde nicht aufhören, unermüdlich nach Lösungen zu suchen, damit das nicht passiert.

Und über die Jahrzehnte hast du unglaublich viele Strategien entwickelt.

Wir merken oft nicht einmal, was für einen neurotischen Verstand wir schon haben. Mit neurotisch meine ich, wenn dein Verstand anfängt, da draußen alles kontrollieren zu wollen, damit du dich gut fühlen kannst.

Hin und wieder mag das ja funktionieren. Aber diejenigen von uns, die schon älter sind, wissen, was das Leben so alles in petto hat – und wie wenig sich wirklich kontrollieren lässt.

Deshalb schätze ich die innere Arbeit. Weil wir lernen, unser Wohlbefinden unabhängig von äußeren Umständen zu machen.

 

 

Innere Arbeit

Hier ist noch ein wichtiger Punkt, den ich erwähnen möchte, wenn es darum geht, sich innerlich frei zu machen: radikale Ehrlichkeit. Ich weiß nicht, wie ich es sonst bezeichnen soll.

Du musst mit dir selbst absolut ehrlich sein. Nicht anderen gegenüber. Aber dir. Keine Ausreden. Keine Rechtfertigungen.

Wenn die Kränkung kommt und sie dich verletzt, dann tu nicht so, als wäre es dir egal. Sag dir: Ja, es tut weh. Ich fühle mich klein. Nicht gesehen. Nicht ernst genommen. Du bist deswegen nicht schwach. Das ist menschlich.

Und mal ehrlich: Menschen können wirklich gemein sein.
Manche haben keinen Schliff und meinen es nicht einmal böse; andere wollen uns absichtlich wehtun.
Meistens sind sie selbst irgendwo gekränkt; sie haben auch ihre Wunden.

Und dann begegnen wir uns alle mit unseren Wunden und triggern uns gegenseitig. Das kann ja nur damit enden, dass irgendjemand leidet, wenn wir in unsere Wunden stechen.

Aber du bleibst jetzt ehrlich. Du gestehst dir ein, dass das wehtut. Und dann fragst du dich: Warum? Warum tut mir das weh?

Was glaube ich über mich und die Welt, dass dieses Gefühl ausgelöst hat?

Meist ist es eine Angst, die du hast:

  • Ich glaube, wenn ich kritisiert werde, dann bin ich nicht in Ordnung.
  • Ich glaube, dann mache ich etwas falsch.
  • Ich glaube, dass ich alles richtig machen muss, sonst bin ich nichts wert.

Aber erinnere dich: Es wird Menschen geben, für die wirst du es niemals richtig machen. Nicht, weil du es nicht richtig machst.

Es gibt zum Beispiel Menschen, die in allem und jedem nur Fehler suchen. Das ist ihr Ding, wenn du so möchtest. Fehler suchen. Auch in sich selbst. Und glaube mir, sie werden immer neue finden. Warum? Weil sie darauf programmiert sind: Fehler zu suchen.

Oder sie mögen dich eben nicht. Das heißt nicht, dass du nicht liebenswert bist. Das bist du. Aber eben nicht für diese Person. Na und?

Und weißt du was? Selbst wenn du tatsächlich etwas falsch gemacht hast: Jetzt ist es schon passiert. Lerne daraus, mache es das nächste Mal anders und … weiter geht’s.

Ich meine, bedeutet das nicht „leben“? Evolution? Wir machen Fehler, wir lernen etwas daraus, wir werden besser und immer so weiter.

Sag diesem gekränkten Teil in dir, er soll sich mal locker machen. Alle hier machen Fehler. ALLE.

Und die, die am meisten mit dem Finger auf dich zeigen, sind erstens Heuchler und haben zweitens wahrscheinlich den meisten Dreck am Stecken und versuchen von sich abzulenken.

Hier also eine Wahrheit: Du wirst Dinge falsch machen. Und das bedeutet nicht, dass du falsch bist oder irgendetwas mit dir nicht stimmt.

In Wahrheit bist du nämlich vollkommen. Aber nicht als Mensch in dieser Gesellschaft.

Aber ich kann dich beruhigen: Für diese Gesellschaft ist niemand vollkommen. Das haben wir alle gemein.
Und wer ist die Gesellschaft? Wir, genau. Und wir haben an jedem etwas auszusetzen. Vor allem an uns selbst.

Aber du bist mehr als ein Mensch in der Gesellschaft.

Einmal hat mich jemand gefragt, wie ein Mensch einfach wertvoll sein kann, ohne etwas zu leisten. Ich kann dir nicht sagen, wie traurig mich diese Frage macht.

So sehen wir uns also? So schauen wir uns an?
Du bist dann wertvoll, wenn du etwas tust, das ich sinnvoll finde?

Und ich kann euch aus Erfahrung im Gesundheitsberuf sagen, dass man, obwohl man Leuten hilft, die sich selbst nicht helfen können, auch nicht immer als wertvoll erachtet wird, sondern manchmal sogar sehr respektlos behandelt wird.

Was also ist Wert und wer verteilt ihn?
Wer sind wir, zu entscheiden, was Wert hat und was nicht?

Und wenn du ein Neugeborenes in den Armen hältst, was ist es: wertvoll oder nicht? Geleistet hat es ja noch nichts. Aber intuitiv wissen wir, dass es wertvoll ist – einfach weil es ist. Sein bloßes Sein, seine Existenz ist sein Wert.

Dinge mögen einen Wert haben, wenn wir ihnen einen beimessen.
Aber Bewusstsein ist kein Ding.

Bewusstsein ist das, in dem Wert als Konzept überhaupt erst erscheinen kann.

Und wo ist Bewusstsein?
Und wer ist Bewusstsein?

Bist das nicht du?

Du bist dir deiner Kränkung bewusst, sonst würdest du nicht nach einem Ausweg suchen wollen.

Du bist dir deiner Kränkung bewusst, sonst würdest du nicht nach einem Ausweg suchen wollen.
Und genau hier kann eine hilfreiche Frage entstehen:
Wer in dir nimmt diese Kränkung eigentlich wahr?

Gibt es vielleicht einen Teil in dir, der verletzt ist – und gleichzeitig etwas in dir, das diese Verletzung bemerkt?

Wenn du einen Moment bei dieser Frage verweilst, kann etwas Interessantes passieren:
Du bist nicht mehr nur mitten in der Kränkung gefangen, sondern beginnst, sie zu beobachten.
Und manchmal verändert sich dadurch schon etwas.

Vielleicht ist die Kränkung noch da. Aber du siehst sie in einem anderen Licht.

Irgendwann kommst du an den Punkt, wo es keine Rolle spielt, ob Kränkung da ist oder nicht. Weil du dich nicht mehr mit ihr identifizierst.

Wir nehmen das alles so wichtig. Nehmen uns so wichtig. Unsere Geschichte. Aber irgendwann ist das alles weg.

Wenn du es jetzt schon im großen Ganzen sehen kannst:
Ist es tatsächlich so schlimm, was jemand gesagt oder nicht gesagt hat?
Was ändert das wirklich an mir?
Vor allem, wenn ich es nicht an mich heranlasse?

Möchte ich derjenige sein, der es an sich heranlässt, der sich rechtfertigt und verteidigt?
Oder möchte ich derjenige sein, der meinen inneren Frieden wahrt?
Was, wenn ich eine Wahl habe?

Wie du dich auch entscheidest – ich würde mich freuen, dich beim nächsten Mal wiederzusehen.


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Dinge nicht zu Herzen nehmen – so wirst du gelassener

Dinge nicht zu Herzen nehmen – so wirst du gelassener

Dinge nicht zu Herzen nehmen – so wirst du gelassener

Du willst dir Dinge nicht so zu Herzen nehmen, aber es gelingt einfach nicht? In diesem Beitrag erfährst du, warum wir Kritik, Ablehnung oder Desinteresse oft so stark spüren und wie du lernst, gelassener damit umzugehen. Mit praktischen Strategien, die deinen Selbstwert stärken und dir helfen, innerlich ruhig zu bleiben.

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Die Kränkung

Bist du jemand, der sich Dinge sehr zu Herzen nimmt? Das kann etwas etwas scheinbar Triviales oder etwas wirklich Bedeutsames sein. 

  • du wirst kritisiert
  • Deine Nachricht wird gelesen — aber nicht beantwortet.
  • Du wirst zu einem Treffen nicht eingeladen, obwohl „alle“ dort sind.
  • Du erzählst etwas Persönliches — und der andere wechselt einfach das Thema. 
  • Du gibst dir Mühe bei etwas, und es wird kaum gesehen oder wertgeschätzt.

Nicht nur, dass es im Moment wehtut: du kannst es auch nicht so einfach loslassen. Du trägst es stunden- oder tagelang mit dir herum. Vielleicht sogar länger. Du spulst es immer wieder im Kopf ab, fragst dich, was du falsch gemacht hast und ob du anders hättest reagieren sollen. Du planst, was du das nächste Mal sagen oder tun wirst, falls sich etwas ähnliches noch mal ereignet. 

Wir stecken so viel Energie in diese Grübeleien, die Selbstzweifel und die Kränkung.

Und obwohl wir genau wissen, dass wir uns manches nicht so zu Herzen nehmen sollten, ist das leichter gesagt als getan. 

Aber warum nehmen wir uns Dinge manchmal so sehr Herzen – und was können wir tun, um gelassener damit umzugehen? Darum geht es in der heutigen Podcast Folge.

Warum wir uns Dinge so zu Herzen nehmen

Dass uns bestimmte Worte oder Situationen tief treffen, hat weniger mit „Empfindlichkeit“ zu tun, als viele glauben – und mehr mit der Art, wie unser Gehirn funktioniert.

Wenn wir etwas als Kritik oder Ablehnung wahrnehmen, bewertet unser System das oft in Sekundenbruchteilen als Bedrohung.

Nicht körperlich, aber emotional. Dahinter steckt eine tief verwurzelte Angst, und zwar jene, nicht dazuzugehören. Heutzutage kommt noch dazu: die Sorge, nicht gut genug zu sein oder etwas falsch gemacht zu haben.

Tatsächlich zeigen Studien, dass soziale Ablehnung im Gehirn ähnliche Areale aktiviert wie körperlicher Schmerz. Kein Wunder also, dass wir innerlich reagieren, z. B. mit Rückzug, Grübeln oder Verunsicherung.

Doch nicht jeder reagiert gleich stark – warum ist das so?

Der gekränkte Teil in dir

Wenn wir uns wirklich gekränkt fühlen, dann deshalb, weil da eine Unsicherheit in uns ist — ein wunder Punkt, der getroffen wurde.

Die erste Frage, die ich mir stellen würde, egal ob ich mich gekränkt, verärgert oder sonst etwas fühle, lautet:
„Warum trifft mich das gerade so?“

Einerseits nimmt das der Kränkung oder der Wut die Luft raus. Es unterbricht dieses Grübeln, dieses negative Gedankenkarussell. 

Das ist wichtig, um den alten Kreislauf zu durchbrechen. Denn, wie du wahrscheinlich schon oft genug von mir gehört hast, handelt es sich tatsächlich um neuronale Schaltkreise, die, solange wir sie nicht bewusst unterbrechen, reaktiv ablaufen werden.

Wenn du sie jedoch aktiv mit der Frage: “Warum trifft mich das gerade so?” beleuchtest, dann können sie nicht ungehindert ablaufen. Sie wurden unterbrochen.

Wenn du noch sehr im alten Muster drinnen steckst, wirst du wahrscheinlich als Erstes antworten: „Na ja, es kränkt mich, weil es einfach nicht stimmt. Die Person sieht gar nicht, wie ich wirklich bin und was ich Gutes tue, sondern beurteilt mich nach einer Sache, die ihr nicht gepasst hat.“

Aber das ist nur dieser alte, gekränkte Teil von dir, der antwortet.
Ich nenne ihn deshalb so, damit du merkst: Das bist nicht du als Ganzes.
Da ist ein Teil von dir, der sich gekränkt fühlt. So wie du auch einen selbstbewussten, einen gelassenen, einen mutigen oder einen ängstlichen Teil hast. Du kennst das: Du bist nicht immer gleich. Je nach Situation kommt ein anderer Teil zum Tragen.

Dieser gekränkte Teil ist möglicherweise schon seit deiner Kindheit da. Damals hat man dich vielleicht auch kritisiert und mit deinem kindlichen Intellekt hast du das als echte Gefahr empfunden. Du hast gedacht, du bist falsch, und du musst richtig sein, damit du nicht abgelehnt wirst. 

Je älter du geworden bist, desto mehr Strategien hat dieser gekränkte Teil entwickelt, umd as zu erreichen. Er will dich schützen. Er denkt: „Da draußen ist jemand, der uns kritisiert — wir werden abgelehnt. Das bedeutet Gefahr!”

Und weil er dir helfen möchte, dass du nicht abgelehnt wirst, spielt er alle möglichen Ideen durch, wie ihr das erreichen könnte: “Beim nächsten Mal musst du Folgendes sagen oder tun, damit das nicht mehr passiert. Am besten vermeiden wir diese und jene Situation gänzlich.”
Das ist der Grund, warum wir so viel grübeln. 

Und das ist ja gut gemeint, nicht wahr?
Aber die Wahrheit ist: Die Gefahr ist nicht real. Dein Leben steht nicht auf dem Spiel. Selbst wenn du abgelehnt wirst, bedeutet das nicht, dass du stirbst.

Du musst diesem Anteil also klar machen, dass du in Sicherheit bist

Aber wie machen wir das am besten?

 

 

Was Ablehnung wirklich bedeutet

Du musst die Wahrheit sehen und sie wirklich verinnerlichen. Das ist es, wie wir mit diesen Seiten von uns umgehen. Diese verdrängten Anteile, die dir das Leben schwer machen. 

Deshalb, lass uns das Ganze ehrlich betrachten.

Was bedeutet es, wenn uns jemand kritisiert oder kränkt? Oder wenn uns jemand ablehnt? Was hat das wirklich mit uns zu tun?

Wenn dich jemand in irgendeiner Form ablehnt — dein Verhalten, deine Aussagen, dein Aussehen, was auch immer — heißt das am Ende nicht einfach nur, dass da ein Mensch ist, der eine bestimmte Sicht auf die Welt hat, basierend auf seinen Erfahrungen?

Und du hast irgendetwas getan, das nicht in dieses Bild der Person passt und sie vielleicht selbst getriggert hat?

Tja – Was soll man machen? 

Selbst wenn du dieser Person deine Sicht der Dinge erklärst, basierend auf deinen Werten und Erfahrungen – was glaubst du, dadurch zu bewirken? Du kannst die Erinnerungen und Erfahrungen des anderen dadurch nicht ändern. Schon gar nicht, wenn besagte Person das gar nicht will. 

Du grübelst also über etwas nach, was aussichtslos ist.

Wenn dich jemand kritisiert, weil er eine ganz andere Sicht auf eine Sache hat als du, wirst du seine Meinung ziemlich sicher nicht einfach verändern.

 Oder gehst du so einfach von deiner Meinung runter?

Das Verhalten anderer hat nichts mit dir zu tun

Wenn jemand unhöflich zu dir ist, hat das vielleicht gar nichts mit dir zu tun.
Was wissen wir schon darüber, was jemand gerade privat durchmacht oder welche Art von Erziehung dieser Mensch hatte — oder vielleicht eben nicht hatte.

Du denkst vielleicht: „Trotzdem, so geht man doch nicht mit anderen um.“
Und ja, da gebe ich dir recht — natürlich ist es nicht schön, das an anderen auszulassen.
Aber die Wahrheit ist: Menschen tun das.
Und mal ehrlich: Haben wir das nicht auch schon irgendwann gemacht?
Wir verstehen also, woher so etwas kommen kann.
Und sehr oft hat das höchstwahrscheinlich gar nichts mit dir zu tun.

Und wenn du jetzt denkst: „Doch, es gibt diese unmögliche Person, die es auf mich abgesehen hat“ — na ja, dann hast du ja eigentlich schon deine Antwort. Wenn diese Person es wirklich auf dich abgesehen hat, dann ist das ihre Aufgabe, ihre Rolle.

So wie ein Lügner lügt und ein Betrüger betrügt.
Da müsste dir ja noch klarer werden, dass das nichts mit dir zu tun hat.

Der Realitätscheck

Was ist wirklich passiert – und was erzählt mein Kopf dazu?

Und noch etwas: Wenn uns etwas emotional trifft, sind wir meist überzeugt, dass wir auf die Realität reagieren. In Wahrheit reagieren wir fast immer auf unsere persönliche Deutung dieser Realität. Unser Gehirn liebt Geschichten – und wo Lücken sind, füllt es sie oft mit alten Erfahrungen, Ängsten oder inneren Überzeugungen.

Das Problem ist nur: Diese Geschichten sind selten neutral. Und oft belasten sie uns mehr, als dass sie uns helfen.

Deshalb kann ein sogenannter Realitätscheck helfen: Er bringt dich raus aus dem Grübeln – und zurück in die Gegenwart. Und das funktioniert überraschend einfach, indem du dir drei Fragen stellst:

  1. Was sind die Fakten?
    Was wurde wirklich gesagt oder getan – ganz konkret?
  2. Was ist meine Interpretation?
    Was denke oder glaube ich gerade über die Situation?
  3. Hilft mir dieser Gedanke – oder macht er alles nur schlimmer?

Ein kurzes Beispiel:
Fakt ist: „Jemand antwortet nicht auf meine Nachricht.“
Deine Interpretation könnte sein: „Ich bin der Person egal.“
Der Realitätscheck ist: „Wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht, was der Grund ist. Vielleicht ist die Person gerade beschäftigt. Ich muss das nicht persönlich nehmen.“

Dieser kleine gedankliche Schritt aktiviert den Teil deines Gehirns, der für rationale Bewertung zuständig ist – und beruhigt gleichzeitig die Stressreaktion. 

Es geht dabei nicht darum, Gefühle wegzudenken oder zu unterdrücken. Es geht darum, bewusst wahrzunehmen: Was ist tatsächlich passiert – und was ist meine Geschichte darüber?

Und wenn du dich weiter fragst: „Tut es mir gerade gut, weiter darüber nachzudenken – oder laugt es mich aus?“
Und eine andere gute Frage ist auch: „Wird das in drei Monaten oder drei Jahren überhaupt noch eine Rolle spielen?“

Denn wenn wir ehrlich zurückdenken, an all die Dinge, die wir uns so zu Herzen genommen haben und die uns so wichtig erschienen – wie relevant sind sie noch? Ist die Sache es wert, dass meine Zeit, meine Energie und mein Wohlbefinden leiden?

Dein Wert bleibt immer gleich

Und der nächste ganz wichtige Punkt, wenn es darum geht, ehrlich und klar auf das ganze zu blicken. Ohne die Geschichten deines Verstandes bzw. dieses gekränkten Anteils von dir.

Ganz ehrlich:

Inwiefern wird dein Wert kleiner, nur weil dich jemand ungerecht behandelt oder kritisiert?

Ich habe dazu mal ein Beispiel gehört, das ich sehr mag:

Wenn dir jemand einen 50-Euro-Schein zeigt und dich fragt, wie viel er wert ist, sagst du: 50 Euro.
Wenn die Person den Schein zerknüllt, auf den Boden wirft und mit schmutzigen Schuhen drauftritt — und dir den Schein dann wieder zeigt — wie viel ist er dann wert?

Immer noch 50 Euro.

Was bedeutet das?

Egal, wie sehr dich jemand kritisiert, kleinmacht oder schlecht behandelt…
egal, wie du dich in solchen Momenten fühlst oder was du in deinem Leben erlebt hast —
dein Wert bleibt gleich, weil Er dir als Mensch innewohnend ist.

Und das ist vielleicht das Wichtigste, was ich dir heute mitgeben möchte:
Du bist wertvoll, einfach nur, weil du bist.
Nicht, weil du bestimmte Dinge leistest.
Nicht, weil du alles richtig machst.
Und auch nicht, weil dich besonders viele Menschen mögen.

Dass du hier bist, ist der Beweis, dass du wertvoll bist. Test bestanden 😉

Ich freue mich, wenn wir uns beim nächsten Mal wiedersehen.
Bis dahin — alles Liebe.


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Trigger und Kränkungen loslassen: Wie du gelassener wirst

Trigger und Kränkungen loslassen: Wie du gelassener wirst

Trigger und Kränkungen loslassen: Wie du gelassener wirst

Manchmal reicht ein einziges Wort. Und wir fühlen uns verletzt, angegriffen, missverstanden. Sofort sind wir im Verteidigungsmodus, gefangen in unserem inneren Kampf. Wir rechtfertigen uns, ärgern uns, grübeln noch lange. Erst später merken wir, wie viel Energie das gekostet hat.

In manchen wächst der Wunsch auszusteigen: Ich will das nicht mehr. Ich will nicht mehr an alten Kränkungen festhalten oder im Kopf durchspielen, was ich hätte sagen sollen. Ich möchte gelassener werden.

Darum geht es in diesem Artiekl: Warum wir immer wieder in die gleichen Muster geraten – und wie wir Schritt für Schritt lernen, anders zu reagieren. Ruhiger. Klarer. Freier.

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Trigger und Kränkungen loslassen: Wie du gelassener wirst

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Warum Kämpfen keine Lösung ist

Du wirst durch eine Situation getriggert. Jemand sagt etwas – und es trifft einen wunden Punkt. Du kränkst dich, ärgerst dich, gehst in Verteidigung. Schließlich haben wir alle gelernt: Wer sich nicht wehrt, mit dem kann man machen, was man will. Also rechtfertigen wir uns. Und danach kreisen die Gedanken weiter: Was hätte ich sagen sollen? Was sage ich beim nächsten Mal?

Die Frage ist: Was möchtest du? Wenn du kämpfen willst – mach weiter. Wenn du aber sagst, ich will nicht mehr gestresst und verärgert sein, dann ist es Zeit für eine andere Strategie.

Oft hoffen wir: Wenn sich die Situation ändern würde, dann müsste ich mich nicht mehr aufregen. Mag sein – aber selbst wenn du sie änderst, die nächste Herausforderung kommt bestimmt.

Warum also nicht die eigene Reaktion überprüfen? Stell dir vor: Die Situation trifft dich gar nicht. Nicht, weil du so tust – sondern weil sie dich wirklich nicht mehr ärgert.

Wie viel leichter wäre dein Leben in solchen Momenten gewesen – ohne Stress, ohne Ärger. Vielleicht denkst du: Es wäre einfacher gewesen, wenn das und jenes nicht passiert wäre. Aber was, wenn all das einfach die Hürden des Lebens sind – wie Levels in einem Computerspiel? Jede Erfahrung verändert unsere Sicht. Und mit neuer Sicht verändert sich auch unser Leben.

Manchmal merken wir erst später: Das, was wir so lange wollten, hat uns nicht das gegeben, was wir erwartet haben. Menschen, die schwere Schicksale erlebt haben, sind oft gerade deshalb dankbarer für das Selbstverständliche.

Vielleicht geht es also gar nicht darum, ob wir etwas falsch gemacht haben. Sondern darum, aus allem etwas mitzunehmen – und uns neu auszurichten.

Die Falle der Erwartungen

Was machen die meisten von uns? Wir grämen uns, schämen uns, verurteilen uns – und die anderen. Weil wir Vorstellungen haben, wie Dinge sein sollten: wie wir sein sollten, was wir bis 30 oder 40 erreicht haben sollten, wie Menschen sich verhalten sollten. Damit setzen wir uns und unser Umfeld unter Druck. Wir wollen ernst genommen werden – aber nehmen wir andere genauso ernst? Oder wollen wir am liebsten unsere Sicht der Dinge aufzwingen?

Wie soll eine Beziehung funktionieren, in der jeder nur seine Ansprüche durchsetzen will?

Viele denken dann: Wenn ich es nicht tue, tut es jemand anderes – und ich gehe leer aus. Dahinter steckt Angst.

Vielleicht kennst du den Versuch, bei dem man zwei Affen als Belohnung jeweils ein Stück Gurke gegeben hat. Jeder Affe hat seine Gurke gegessen. Beim nächsten Versuch bekam einer der Affen wieder eine Gurke als Belohnung und der andere erhielt Weintrauben. Und da – plötzlich wollte der Affe seine Gurke nicht mehr – er wollte auch lieber Weintrauben. Und das hat er deutlich gemacht. Wütend hat er die Gurke weggeschmissen und war auch nicht bereit, eine weitere Gurke zu akzeptieren.

Sind wir wirklich so viel weiter? Oder sind wir die haarlosen Affen?

Ein buddhistischer Text sagt: Der höchste Weg ist nicht schwer, wenn du nur aufhörst zu wählen. 

Das bedeutet nicht, dass du nicht zwischen Kaffee oder Tee wählen sollst, wenn dir eines davon besser schmeckt. Aber kommst du damit zurecht, wenn es nur Tee gibt – oder machst du ein Gewese darum, dass du lieber Kaffee hättest; beschwerst dich bei deinen Gastgebern, sprichst tagelang später noch darüber und beschließt, sie nie mehr zu besuchen und schließlich ihnen die Freundschaft zu kündigen.

Das mag dir albern erscheinen – es gibt Wichtigeres als das, denken wir.

Und genau bei diesen wichtigeren Angelegenheiten erscheint es uns plötzlich nicht mehr albern, wenn wir uns zermürben, andere vor den Kopf stoßen, einen Streit anzetteln, nicht mehr schlafen können und uns krank machen.

Die wenigsten von uns werden getriggert, wenn sie Tee bekommen, obwohl sie lieber Kaffee möchten. Aber wenn uns jemand nicht so behandelt, wie wir uns das vorstellen, wenn wir nicht ernst genommen, oder kritisiert, oder zurechtgewiesen werden – dann können wir das nicht mehr so einfach hinnehmen. Dann müssen wir für diesen Teil von uns kämpfen – diesen gekränkten Teil. Wir verteidigen ihn. Und halten ihn so aufrecht.

Die entscheidende Frage ist: Wer ist dieser Teil in mir, der sich so leicht gekränkt fühlt?

Er ist ja nicht immer aktiv, sondern nur bei bestimmten Auslösern. Wir denken: Wenn ich die Auslöser minimiere, geht es mir gut. Doch die Erfahrung zeigt: Auslöser gibt es immer. Überall.

Also bleibt die Frage: Kann ich an diesem Teil selbst ansetzen – und so das Problem wirklich lösen?

 

 

Wer willst du sein?

Der erste wichtige Schritt ist, diesen gekränkten, wütenden oder frustrierten Anteil als einen Teil von dir zu sehen – und nicht als dein ganzes Ich. Denn sobald du denkst das bin ich, klammerst du dich daran. Dabei weißt du selbst: Viele dieser Gedanken und Gefühle willst du gar nicht haben. Trotzdem hältst du an ihnen fest, als würdest du ohne sie untergehen – und merkst nicht, wie sehr sie dich runterziehen.

Normalerweise lenken wir uns ab – mit Handy, Serien, Essen, Alkohol, Gesprächen. Aber was wäre, wenn du stattdessen fragst: Will ich so sein? Wirklich? Denn wenn nicht – warum gibst du diesem Teil immer wieder nach?

Es ist wie mit einem Kind im Wutanfall: Gibst du sofort nach, stärkst du den Trotz. Genau so läuft es, wenn dich jemand triggert. Du gibst dem inneren Teil nach, der ruft: Ich will, dass es so läuft, wie ich es will.

Sonst werde ich nicht ernst genommen, nicht gewertschätzt. Das ist ungerecht! Doch hinter all dem steht ein trotziges Kind. Oder – der Affe, der die Gurke wirft.

Willst du dieser Affe sein? Oder das Kind?

Wenn nicht, dann enttarne sie. Erkenne diese Teile an – sie haben dir früher geholfen, zurechtzukommen. Aber jetzt sind sie überholt. Verdränge sie nicht, sondern finde neue, bessere Strategien. Zum Beispiel: Sag dir in solchen Momenten bewusst: Nein, so will ich nicht mehr sein. Das bin ich nicht mehr. 

So unterbrichst du das alte Programm. Und jetzt: Entscheide, wer du sein willst – und verkörpere diese Person. Jeden Tag. Es gibt unzählige Gelegenheiten zu üben: im Straßenverkehr, beim Einkaufen, im Job, in Beziehungen. Fang mit kleinen Dingen an.

Frag dich: Wer will ich sein? – Jemand, der Mitgefühl statt Groll empfindet. – Der das Schöne sieht und dankbar ist. – Der mutig ins Leben geht, ohne Angst vor Blamagen. – Der nicht von der Meinung anderer abhängt. – Der das Leben genießt, auch wenn es nicht perfekt ist.

Ich will mich morgens auf den Tag freuen, Herausforderungen als Chance sehen und wissen: Ich bin gut, so wie ich bin. Unabhängig davon, was andere denken.

Das ist genug.

 

Natürlich passiert das nicht über Nacht. Manchmal braucht es Unterstützung, um alte Muster sichtbar zu machen und loszulassen. Doch genau dort beginnt echte Freiheit.


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Wut loslassen: So findest du innere Ruhe und emotionale Freiheit

Wut loslassen: So findest du innere Ruhe und emotionale Freiheit

Wut loslassen: So findest du innere Ruhe und emotionale Freiheit

Jemand hat dich verletzt. Du wurdest hintergangen, belogen oder ungerecht behandelt. Du bist wütend und die Gedanken drehen sich im Kreis. Man hat deine Grenzen missachtet, deine Worte verdreht oder dich nicht ernst genommen. Und du kannst es einfach nicht loslassen.

Möglicherweise bist du auf diesen Artikel gestoßen, weil du soeben getriggert worden bist und nach einem Weg suchst, dich wieder zu erden. Oder du trägst schon seit Wochen, Monaten, oder gar Jahren Wut und Groll mit dir herum – und bist diese endlosen Gedankenspiralen leid.

Vorweg möchte ich dir sagen: allein dein Wunsch, diese Last loszulassen, zeigt, wie weit du schon gekommen bist. Du weißt, dass nur du dir helfen kannst. Dass die Welt da draußen sich nicht so einfach ändern wird. Und die Menschen, die dich wütend machen, vielleicht auch nicht.

Und das müssen sie nicht. Ich möchte dir im heutigen Artikel einige HIlfestellungen geben, damit du unabhängig vom Verhalten anderer, deinen inneren Frieden wahren kannst und emotional frei wirst.

↓ Zum Video auf YouTube ↓

Selbstbild ändern

Der Teufelskreis der Wut

Wir alle kennen Wut, Groll und feindselige Gefühle – besonders, wenn wir respektlos oder ungerecht behandelt wurden oder uns jemand bewusst geschadet hat. Manchmal fühlen wir uns auch einfach machtlos, weil wir in einer Situation feststecken, die wir nicht ändern können. Und je mehr wir darüber nachdenken, desto größer wird die Wut. Plötzlich wird diese eine Person zum Inbegriff des Bösen – und wir zu jemandem, der wir nicht sein wollen: wütend, feindselig, vielleicht sogar mit kindischen Ausbrüchen, von denen wir dachten, sie längst hinter uns gelassen zu haben.

Ja, wir alle hatten sie – Wutausbrüche mit oder ohne Tränen, die unsere Eltern einiges an Nerven gekostet haben. Und dann stehen wir, 20, 30 oder 40 Jahre später, da und erleben einen ähnlichen Ausbruch – dieses Mal vielleicht dem Partner gegenüber oder, noch wahrscheinlicher, bei den Eltern oder anderen Familienmitgliedern. Schließlich hat sich diese Dynamik dort über Jahre gefestigt.

Mit der Zeit haben wir unsere Strategien oft perfide verfeinert: Statt eines tobenden Wutanfalls mit Tränen ist es jetzt der cholerische Ausbruch mit gezielten Beleidigungen, die genau ins Schwarze treffen.

Doch genau wie unsere kindlichen Strategien bringt uns auch Wutanfall Version 2.0 nicht ans Ziel. Denn insgeheim lautet unser Wunsch: Alle sollen sich meinen Vorstellungen beugen, damit ich mich gut fühlen kann. Aber nicht nur, dass das (meistens) nicht funktioniert – zu allem Überfluss fühlen wir uns danach auch schlecht. Diese negative Energie verschwindet nicht einfach. Sie setzt sich in uns fest, kreist in unseren Gedanken und lässt uns nicht los.

Warum? Weil wir nicht loslassen. Wir halten daran fest, indem wir uns immer wieder rechtfertigen, dem anderen die Schuld geben, uns selbst für unser Verhalten rügen oder uns ausmalen, was wir beim nächsten Mal anders machen würden. Und so spielen wir dieses innere Drama wieder und wieder durch.

Ich möchte dir ein paar Tipps geben, wie du lernen kannst, dieses Muster, zu durchbrechen.  Und ja – ich verwende bewusst das Verb lernen, denn wie ich immer wieder betone: Das ist kein Schalter, den man einfach umlegt. Es braucht Zeit.

Warum sind Wutmuster so schwer zu durchbrechen?

Wut ist mehr als nur eine Emotion – sie ist eine tief verankerte Überlebensreaktion. Unser limbisches System, insbesondere die Amygdala, reagiert auf eine als bedrohlich empfundene Situation mit Kampf oder Flucht. Und das oft, bevor unser bewusster Verstand überhaupt eingreifen kann.

Je öfter wir in bestimmten Situationen mit Wut reagieren, desto stärker vernetzen sich diese neuronalen Bahnen.

Unser Gehirn liebt Effizienz und schafft Abkürzungen – mit der Zeit wird diese emotionale Reaktion zur automatischen Gewohnheit.

Unser präfrontaler Kortex, der für bewusste Entscheidungen zuständig ist, wird in solchen Momenten quasi übergangen.

Deshalb reicht es nicht, sich einfach vorzunehmen: Beim nächsten Mal bleibe ich ruhig. Wir müssen aktiv neue neuronale Verknüpfungen schaffen – und das gelingt nur durch bewusstes, wiederholtes Gegensteuern.

Die gute Nachricht: Dank Neuroplastizität, also der Fähigkeit unseres Gehirns, sich zu verändern, können wir diese Muster langfristig umprogrammieren. Aber dafür brauchen wir die richtigen Techniken.

Also, was können wir tun?

Innehalten und Beobachten

Atme tief durch. Immer. Das sollte dein erster Reflex sein – selbst inmitten einer hitzigen Situation. Halte inne. Reagiere nicht sofort. Beobachte, was in dir passiert.

Je früher du erkennst, dass gerade ein Muster in dir abläuft, desto eher kannst du es durchbrechen.

Das gilt auch, wenn du allein bist und an ein Ereignis denkst, das dich wütend macht. Stoppe dich bewusst, indem du tief durchatmest. Nicht verdrängen, nicht ablenken. Greif nicht reflexartig zum Smartphone. Sag nicht: Das soll nicht sein! oder Ich will das nicht fühlen!

Sag dir stattdessen: Ah, da ist dieser Gedanke oder diese Emotion. Interessant. Das war also mein bisheriges Programm in solchen Momenten.

Werde zum Beobachter deiner eigenen Reaktion

Beobachte dich wie ein Wissenschaftler:

„Ah, jetzt will ich mich rechtfertigen, weil ich mich ungerecht behandelt fühle. Interessant. Mein Kiefer spannt sich an. Da ist ein Kloß im Hals.“

Ich weiß – einige von euch mögen sich jetzt denken: Klingt ja schön, aber wie soll das funktionieren, wenn ich in Rage bin?

Und ich sage es nochmal: Es wird nicht sofort klappen. Aber je öfter du es übst, desto besser wirst du darin.

Denn ja, wenn du schon voll im Strudel der Wut bist, hilft es wenig, dich mit Logik befreien zu wollen. Aber wenn du den Moment erkennst, in dem es losgeht – dann kannst du dich stoppen.

Dann atmest du tief ein und aus. Konzentrierst dich bewusst auf deinen Atem. Und das allein bringt schon mehr Ruhe in deinen Geist.

Was bringt diese Herangehensweise?

Du lernst, dich von diesem alten Muster zu lösen. Und zwar von dem Teil deiner Persönlichkeit, der dieses Muster wahrscheinlich schon seit deiner Kindheit auslebt.

Deine Wutreaktionen sind Strategien, die sich früh entwickelt haben, um dich zu schützen oder durchzusetzen. Aber: Die Strategien, die dein 3-jähriges Ich entwickelt und dein Teenager-Ich perfektioniert hat, sind nicht mehr angemessen. 

Kinder und Jugendliche haben nicht dieselben Werkzeuge wie Erwachsene, um mit Emotionen umzugehen. Wut, Trotz oder Manipulation sind Überlebensstrategien, die damals vielleicht funktioniert haben – aber als Erwachsene haben wir bessere Alternativen.

Du bist eine bewusste, reflektierte Person, die Harmonie in sich und um sich herum sucht. Und diese alte Strategie passt einfach nicht mehr zu dir.

Neuen Standard setzen

Heute – ab jetzt – setzt du deinen neuen Standard.

Du entscheidest, wie du sein möchtest. Und ab diesem Moment wirst du, so gut du kannst, nach diesem Standard handeln.

Und wenn es dir nicht gleich gelingt – kein Grund sich klein zu machen. Oder anderen die Schuld zu geben, wenn du deinen eigenen Standard nicht halten konntest.

Dank Neuroplastizität kannst du die Muster ändern – aber es braucht wiederholtes bewusstes Eingreifen, damit neue neuronale Verknüpfungen entstehen.

Rückschläge gehören dazu. Wer sich jedes Mal verurteilt, wenn er alte Muster wiederholt, bleibt in der Spirale gefangen. Deshalb ist es wichtig, sich selbst mit Nachsicht zu begegnen.

Ja, ich weiß – es gibt Menschen, die machen es einem wirklich nicht leicht, verständnisvoll und mitfühlend zu bleiben. 

Bitte halten wir uns vor Augen: Jeder, wirklich jeder, trägt seine eigene Bürde. Auch diese unangenehmen Zeitgenossen haben keine schöne Zeit mit sich selbst – selbst wenn es vielleicht anders wirkt.

Sie sind zu sich genauso ungerecht, lieblos und respektlos, wie sie es zu dir sind. Und oft fühlen sie sich zutiefst machtlos – ein wirklich quälendes Gefühl. Sie stecken in ihrem eigenen Gefängnis fest, ohne zu wissen, wie sie herauskommen. Und weil sie keine besseren Wege gefunden haben, versuchen sie, sich irgendwie Erleichterung zu verschaffen – indem sie ihren Frust auf andere abladen.

Doch genau das entfernt sie nur noch weiter von den Menschen um sie herum.

Ich hoffe, das weckt in dir Mitgefühl und nicht Schadenfreude. Aber als Zuschauer meines Kanals gehe ich davon aus, dass wir uns eher in Richtung Mitgefühl bewegen – oder zumindest unser Bestes geben, um Verständnis für andere aufzubringen.

 

 

Ursache erkennen

Versuche nun, die Ursache hinter deinem Gefühl oder Gedanken zu erkennen.

Ich fühle mich ungerecht behandelt.
Ich werde nicht ernst genommen.
Ich werde respektlos behandelt.

Aber warum glaube ich das? Woran messe ich, ob etwas gerecht oder respektvoll ist?

Du hast irgendeinen Erfahrungswert, eine innere Vorstellung davon, wie du behandelt werden solltest – und wie nicht. Eine Idee davon, was passieren sollte, damit du dich gut fühlen kannst.

Aber stimmt das wirklich?

Ich weiß, jetzt wird es nicht ganz einfach – aber ich bitte dich, offen zu bleiben:

Wer bist du, dass du entscheidest, wie das Leben und andere Menschen zu sein haben?
Bist du der Schöpfer dieser Welt?

Ich sage nicht, dass dir kein Unrecht geschehen ist. Ich sage nicht, dass das Verhalten mancher Menschen nicht töricht oder sogar abscheulich ist.

Aber zumindest zeigt es dir eines: So möchtest du nicht sein.
So würdest du andere nicht behandeln – weil du weißt, wie es sich anfühlt.

Die Frage ist: Wie viel verstehen wir wirklich vom Leben?
Haben wir das Recht, zu bestimmen, was existieren darf und was nicht?
Und wenn es bereits existiert – wurde diese Entscheidung nicht längst getroffen?

Wäre es dann nicht klüger, zu erkennen, wie dieser Organismus funktioniert, damit ich mich nicht selbst krank mache?

Und wenn das bedeutet, dass ich Menschen hinter mir lassen muss – dann ist das ein Schritt, den ich gehen kann.

Aber solange ich eine Situation nicht ändern kann, wäre es dann nicht eine gute Idee, hier drinnen, in mir selbst, einen Zustand der Harmonie herzustellen?

Hier drinnen, wo nur ich Einfluss nehmen kann.

Kann ich meine Gedanken und Emotionen beobachten, hinterfragen, neu ausrichten – um mich besser zu fühlen?

Das Wichtigste ist, dass du erkennst:
Du hast diese Macht.

Techniken

Es gibt unzählige Techniken, um das zu erreichen – und du kannst wählen, was sich für dich richtig anfühlt.

Mantras

Vielleicht bereitest du dir Mantras vor, die du dir sagst, wenn negative Gedanken oder Emotionen aufkommen:

👉 „Ich kann damit umgehen.“
👉 „Das ist seine oder ihre Meinung – nicht meine.“
👉 „Ich wähle inneren Frieden.“
👉 „Ich lasse das Drama los.“

Journaling

Du kannst dir, wenn du Zeit hast, dein Journal nehmen und alles aufschreiben, was du empfindest. Und dann gehst du es mit gezielten Fragen durch:

🔹 Warum fühle ich mich gerade so?
🔹 Was glaube ich, was passieren könnte, wenn ich nicht so reagiere?
🔹 Und warum wäre das schlimm für mich?
🔹 Wann habe ich dieses Gefühl zum ersten Mal in meinem Leben erlebt?
🔹 Und vor allem: Stimmt das wirklich, was ich glaube? Ist das die einzige Sichtweise?

Kann man das auch anders sehen?
Wie könnte man es noch sehen?

Und jetzt kommt ein schwieriger, aber sehr kraftvoller Schritt:

👉Versuche die Perspektive zu wechseln.

Nehme wir an, du denkst über die Person, die dich in Rage bringt Folgendes:

„Diesen Menschen kümmert es überhaupt nicht, was ich fühle oder denke. Er ist egoistisch und denkt nur an das, was er will.“

Jetzt drehe es um:

„Ich kümmere mich überhaupt nicht darum, was dieser Mensch fühlt oder denkt. Ich bin egoistisch und denke nur an das, was ich will.“

Ich weiß, dieser Wechsel kann herausfordernd sein – aber probiere es einfach mal aus. Manchmal entdecken wir dadurch Dinge über uns selbst, die wir vorher nicht sehen konnten.

Gerade das, was wir an anderen nicht ertragen, tragen wir oft selbst in uns. Es sind unsere Schattenseiten – die Anteile, die wir seit unserer Kindheit verdrängen.

Doch mit Bewusstheit und Ehrlichkeit machen wir sie sichtbar. Und wenn wir sie sehen, können wir sie verändern.

Emotionen zulassen

All diese Methoden helfen – aber manchmal braucht es keine Analyse, sondern einfach den Raum, eine Emotion zu fühlen, ohne sie sofort bewerten oder verändern zu wollen.

Viele von uns haben gelernt: „Reiß dich zusammen!“ oder „Denk nicht so viel drüber nach!“ Doch Gefühle, die wir unterdrücken, verschwinden nicht. Sie bleiben in unserem Körper gespeichert – und äußern sich dann auf andere Weise.

Vielleicht als körperliche Symptome – Kopfschmerzen, Verspannungen, Magenprobleme. Oder als unkontrollierte emotionale Ausbrüche, die scheinbar aus dem Nichts kommen.

Deshalb kann es unglaublich befreiend sein, eine Emotion einfach da sein zu lassen. Ohne Ablenkung. Ohne Urteil. Ohne sie sofort verändern zu wollen.

Das bedeutet nicht, dass wir uns in Wut oder Trauer verlieren. Es bedeutet nur, dass wir dem Gefühl die Erlaubnis geben, da zu sein, anstatt dagegen anzukämpfen. Durch bewusstes Fühlen kann sich die Energie der Emotion verändern, oder transformieren. Sie verliert die Macht über uns.

 

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Gelassen bleiben trotz negativer Menschen: 6 wirksame Strategien

Gelassen bleiben trotz negativer Menschen: 6 wirksame Strategien

Gelassen bleiben trotz negativer Menschen: 6 wirksame Strategien

In diesem Artikel möchte ich dir 6 Strategien vorstellen, mit denen du gelassen bleiben, dich zentrieren und deinen inneren Frieden bewahren kannst, wenn negative Menschen und Energieräubern  auf dich einwirken.

↓ Zum Video auf YouTube ↓

Selbstbild ändern

 Negative Menschen

Jeder kennt sie: Menschen in unserem Umfeld, die uns mit ihrer Negativität Energie rauben. Arbeitskollegen, Bekannte, aber auch Familie oder der Partner. Ihre negative Einstellung zum Leben beeinflusst nicht nur unsere Stimmung, sondern kann besonders dann eine Herausforderung sein, wenn wir Veränderungen in unserem Leben anstreben. In solchen Momenten säen sie nämlich mit ihren Ansichten Zweifel und Unsicherheiten.

Ob sie es bewusst tun oder nicht: Wir ärgern uns, weil wir nicht möchten, dass andere ihren »Müll« bei uns abladen – was durchaus verständlich ist. 

Während wir daran arbeiten, uns von unserem eigenen Ballast zu befreien, kommt immer wieder jemand, um seinen bei uns abzuladen.

Und wenn jemand permanent seine Ängste und Sorgen auf uns überträgt, kann es passieren, dass wir plötzlich beginnen, uns mit Themen zu beschäftigen, die zuvor keinen Raum in unserem Bewusstsein hatten.

Was also tun, wenn wir täglich mit solchen Menschen zu tun haben?

1. Bewusst bleiben

Nimm dir einen Moment Zeit, um langsam und tief zu atmen und bewusst zu entscheiden, wie du auf die Situation reagierst. So vermeidest du impulsive Reaktionen und sorgst für Klarheit.

Eine einfache Methode: Atme vier Sekunden lang ein, halte kurz inne und atme dann vier Sekunden lang aus.

2. Distanz wahren

Erinnere dich, dass du ihre negative Wahrnehmung der Welt und ihre Gefühle nicht teilen musst. Nimm die Rolle eines neutralen Beobachters ein, der ruhig bleibt und sich nicht von der Negativität beeinflussen lässt. Diese Haltung hilft dir, deine eigene Gelassenheit zu bewahren.

Sage dir zum Beispiel: »Ich höre zu, aber ich bin nicht Teil dieser Negativität.«  »Das ist ihre Wahrnehmung bzw. Einstellung, nicht meine.«

3. Fokus ändern

Falls du das Gefühl hast, dass das Gespräch zu negativ oder belastend wird, kannst du versuchen, den Fokus des Gesprächs zu verändern, indem du Fragen stellst:

  • »Gibt es etwas, das du tun könntest, um die Situation zu verbessern?« oder 
  • »Was würde dir helfen, dich jetzt etwas besser zu fühlen?« 

Diese Fragen lenken das Gespräch auf konstruktive Lösungen und regen den Gesprächspartner dazu an, anders zu denken.

4. Visualisierung

Wenn du jemand bist, dem Visualisierungen helfen, gibt es zum Beispiel folgende Methode: Du kannst dir vorstellen, dass du von einem schützenden Licht umgeben bist – eine unsichtbare Barriere, die dich schützt und dir hilft, dein inneres Gleichgewicht zu bewahren.

Diese Technik aktiviert den präfrontalen Kortex, der für bewusste Entscheidungen zuständig ist, und hilft, die Aktivität der Amygdala zu verringern, die für Angst und Stress verantwortlich ist. So lenkst du deinen Fokus bewusst von Stress und negativen Emotionen ab.

5. Sanfte Grenzen setzen

Manchmal ist es notwendig, Grenzen zu setzen, um deine eigene Energie zu schützen. Du kannst dies auf respektvolle Weise tun, zum Beispiel mit den folgenden Worten:

»Es tut mir leid, dass das so schwierig für dich ist. Vielleicht wäre es hilfreich, sich auf Lösungen zu konzentrieren, die dir helfen, voranzukommen.« 

Dadurch schaffst du einen Raum, in dem sich die andere Person gehört fühlt, ohne dass du in die Negativität hineingezogen wirst.

Falls jemand deine Entscheidungen infrage stellt, kannst du sagen:

»Ich verstehe deine Sorge, aber mir ist es wichtig, dass ich meinen Weg finde, und ich hoffe, du kannst das nachvollziehen.«

Damit appellierst du an das Verständnis und die Empathie deines Gegenübers, ohne dich rechtfertigen oder verteidigen zu müssen. Diese Haltung zeigt, dass du sowohl die Perspektive der anderen Person respektierst als auch gleichzeitig für deine eigenen Bedürfnisse einstehst.

Wenn die Situation weiterhin angespannt bleibt, kannst du zusätzlich betonen: »Ich schätze unsere Beziehung und möchte, dass wir respektvoll miteinander umgehen. Deshalb ist es für mich wichtig, dass wir beide Raum für unsere Sichtweisen lassen.« Mit dieser Aussage unterstreichst du deine Bereitschaft, auf Augenhöhe zu kommunizieren, während du klare Grenzen bewahrst.

 

6. Nachsorge für dich selbst

Nach einem Gespräch mit einer Person, die viel negative Energie ausstrahlt, ist es wichtig, deine eigene Balance wiederherzustellen und deine Energie zu klären. Nimm dir bewusst einen Moment, um durchzuatmen und dich zu zentrieren. Du kannst dir zum Beispiel diese Sätze sagen:

  • »Ich bin nicht verantwortlich für die Gefühle und Reaktionen der anderen.«
  • »Ich lasse das, was nicht zu mir gehört, bei der anderen Person.«
  • »Ich entscheide, wie ich mich fühle und wie ich reagiere und lasse mich nicht von außen beeinflussen.«
  • »Ich wähle Frieden und Gelassenheit.«

Wenn du kannst, bewege dich ein wenig, dehne dich oder führe eine kurze Meditation durch. Visualisiere dabei, wie du mit jedem Atemzug alle negativen Eindrücke und Energien loslässt. Stell dir vor, dass du wieder in deine eigene Mitte kommst, frei von den Belastungen des Gesprächs.

Übung macht den Meister

Ich weiß, es hängt natürlich davon ab, mit wem du sprichst, denn mit Familie und Partner haben wir starke Dynamiken, die es nicht immer ganz leicht machen, zentriert zu bleiben. 

Umso größer die Chance, hier zu wachsen. Vielleicht hilft dir dieser Gedanke in solchen Momenten. Ein bisschen Humor schadet nie und von außen betrachtet, würde man vielleicht über die Situationskomik schmunzeln müssen: Wie man versucht, nach außen hin ruhig zu wirken, während man mit seinen inneren Widerständen hadert.

Gelassenheit im Umgang mit negativen Menschen zu bewahren, erfordert Übung. Es ist eine bewusste Entscheidung, die du treffen kannst. Wenn es dir wirklich wichtig ist, deinen inneren Frieden zu wahren, wirst du mit der Zeit intuitiv die richtigen Methoden anwenden – oder die passenden Worte finden, die sich für den Moment richtig anfühlen und die gewünschte Wirkung erzielen.

 

Ich wünsche dir wie immer viel Erfolg und alles Liebe für deinen Weg. 

 

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