Das macht dich unglücklich: 5 Gründe für inneres Leiden

Mai 8, 2024

Unzufrieden, frustriert, depressiv oder ängstlich: Wir alle kennen die eine oder andere Form des persönlichen Unwohlseins. In diesem Artikel stelle ich dir die 5 Hauptgründe vor, die für das innere Leiden verantwortlich sind und wie du mittels Loslassen und Selbstreflexion deinen inneren Frieden finden und ein erfüllteres Leben führen kannst.

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1. Schuld

im Sinne von Schuldgefühlen oder Reue

Du hast das Gefühl, falsch gehandelt zu haben; du bereust deine Handlungen und machst dir Vorwürfe.

Du siehst dich auf eine gewisse Art und Weise und hast eine Vorstellung davon, wie dieses Bild, das du von dir hast, agieren sollte, und wenn das nicht der Fall ist, machst du dir Vorwürfe, wirst wütend auf dich oder fühlst dich unzulänglich, was sich z. B. in Form von Scham und Depressionen ausdrücken kann.

Um die Schuld nicht alleine tragen zu müssen ist, gibt es die Strategie, diese auf andere zu projizieren. Und das ist der nächste Grund unseres Leidens:

2. Vorwürfe und Schuldzuweisung

Die Eltern, der Partner, der Chef, die Gesellschaft, die Politik oder die Wirtschaft: Irgendjemand muss als Sündenbock herhalten.

Wir geben anderen die Schuld für unser Unwohlsein, um die Verantwortung abgeben zu können. Dummerweise geben wir damit auch einen erheblichen Teil unserer Macht ab, denn die Chance, dass sich alle so verhalten werden, wie wir das gerne hätten, ist schwindend klein.

Wie gerne magst du es, wenn man dir sagt, was du wie tun sollst? Eben – den anderen geht es da ganz genau so.

 

Grund Nummer 3 mag auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz so offensichtlich sein. Stolz.

3. Stolz

Ist doch ein gutes Gefühl, magst du jetzt vielleicht denken. Aber führen wir das ein bisschen weiter: Wann sind wir stolz? Wenn wir erfolgreich in einer Sache oder wenn wir besser als jemand anderes waren.

Das bedeutet, wir verbinden dieses gute Gefühl mit Errungenschaften und Erfolgen – Dingen, die vergänglich sind. Und wenn wir an Dingen klammern, die vergänglich sind, entsteht entweder Angst, sie zu verlieren oder das Verlangen, sie festzuhalten.

Und falls wir akzeptiert haben, dass sie kommen und gehen, dann streben wir vielleicht ununterbrochen etwas Neues an, damit wir uns wieder gut fühlen können. So oder so, erzeugen wir Spannung und Konflikt.

Stolz kann zudem das Wettbewerbsverhalten kultivieren, sodass wir immer besser sein wollen als andere und uns als überlegen betrachten. Gefühle von Neid und das permanente Streben nach Anerkennung entstehen, die wiederum zu inneren Konflikten führen können.

Diese Egozentrik macht uns auch dem Leben gegenüber weniger demütig und bescheiden. Es fehlen der Respekt und die Anerkennung anderen gegenüber und diese Überzeugung, dass einem gewisse Dinge zustehen, dass man ein Recht auf sie hat, kann zu erheblichen Konflikten in zwischenmenschlichen Beziehungen und damit zu Leid führen.

An dieser Stelle sei vielleicht angemerkt, dass nicht jeder Ausdruck von Stolz zwangsläufig zu Leid führen muss. Ein, nennen wir es mal »gesunder Stolz«, der auf Selbstrespekt und Wertschätzung eigener Anstrengungen basiert, kann konstruktiv sein.

Aber du weißt, dass ich mich vor allem mit den Konzepten des Loslassen und Glücklichsein befasse, die auf dem Aufgeben dieser starken Identifikation mit der eigenen Person beruhen, daher führe ich auch Stolz als ‘Leid’ an.

4. Angst und Sorge

Ich kenne Menschen, die behaupten, Sorge und Angst seien notwendig, um im Leben voranzukommen. Jeder von euch, der im kreativen Bereich tätig ist, weiß wahrscheinlich, dass es nichts Schlimmeres für den kreativen Fluss gibt, als in Sorge und Angst zu leben.

Vielleicht kommt der eine oder andere erst in die Gänge, wenn er sich sorgt – viele jedoch lähmen Sorge und Angst.

Man projiziert alle möglichen Szenarien in eine Zukunft, die nicht existiert und verharrt in negativen Gedankenschleifen.

Unser Verstand nimmt die Information, die er hat, analysiert und reflektiert und versucht, das beste Outcome für uns zu berechnen. Aber da das Leben nicht vorhersehbar ist, werden wir unsicher und haben Angst, die falsche Entscheidung zu treffen oder zu versagen.

Und wenn wir uns in diesen Sorgen ‘suhlen’, blockieren wir uns selbst.

Denn was wird der Verstand sagen: ‘Das hat doch sowieso keinen Sinn. Was wenn ich es nicht schaffe; was wenn ich versage, dann werde ich mich blamieren; ich werde abgelehnt; ich bleibe alleine’;

Diese Zweifel hemmen nicht nur unseren Ideenreichtum, unsere Motivation und unser Handeln – sie verhindern auch, dass wir den gegenwärtigen Moment voll und ganz erleben und uns an dem erfreuen, was wir haben.

Und bitte, wenn du dir gerade gedacht hast, aber in meinem Leben gibt es gerade gar nichts, an dem ich mich erfreuen könnte, dann wird es wirklich Zeit, dass du an deinem Mindset arbeitest.

Es gibt Menschen, die so schwere Schicksale mit sich tragen, angefangen von schmerzvollen Erkrankungen, die sie tagtäglich ertragen müssen, über geliebte Menschen, die sie verloren haben, und die so liebevoll, demütig und dankbar dem Leben gegenüber sind, weil sie über die trivialen Ego-Problemchen hinausgewachsen sind.

Und dann gibt es Leute, die wegen eines verspäteten Fluges ein Theater machen, das arme Bodenpersonal beschimpfen und die Welt verfluchen, weil sie sich für den Mittelpunkt des Universums und ihr Leben für das schwierigste auf diesem Planeten halten.

 

 

Sie wissen nicht, wie eine einzige Zelle in ihrem Körper funktioniert, und dass sie Milliarden davon haben, die 24 Stunden am Tag, jeden Tag des Jahres, auch während sie schlafen, diesen Organismus am Laufen halten, sich adaptieren, wenn er mit Schadstoffen und Krankheitserregern konfrontiert wird und ihn reparieren und heilen, so gut sie können.

Sie denken nicht eine Sekunde über all die anderen Menschen nach, die es gegeben hat und gibt und die dafür verantwortlich sind, dass diese Person ihren Hintern auf einen Sitz platzieren darf, der sie durch die Lüfte über einen ganzen Ozean trägt.

Du kannst mir nicht erzählen, dass es nicht irgendetwas in deinem Leben gibt, an dem du dich erfreuen kannst. Dann schaust du einfach nicht genau.

Alleine dass du in einen Bildschirm schauen kannst, in dem dir Information wie durch ein Wunder von einem Ort auf der Welt zu einem anderen gebracht wird. Alles Wissen, das dadurch zugänglich für uns geworden ist – unglaublich.

Man kann lernen, sich an dem zu erfreuen, das man hat, anstatt immer nur in Sorge zu leben, was man nicht hat, was einem genommen werden könnte oder was man verpasst.

Du kennst bestimmt jemanden, der unentwegt ein Loch im Ganzen sucht; während du die Person ansiehst und dir denkst: Unglaublich, dass dieser Mensch gar nicht sieht, was er alles hat. Der Fokus ist nur auf dem, was er glaubt, haben zu müssen.

Und das bringt uns zum letzten Punkt:

5. Erwartungen und Anhaftung an Ergebnisse

Ich glaube, das ist der Hauptgrund für alles Leid. Zumindest ist es das, was ich am allerhäufigsten von Menschen höre, wenn ich mit ihnen spreche.

Erwartungen an sich, das eigene Leben und andere.

Ich möchte einen Partner, ich möchte Kinder, ich möchte mehr Geld, ich möchte einen anderen Job, ich möchte meine Berufung finden, ich möchte anerkannt und wertgeschätzt werden.

Nicht zu vergessen all die Dramen, die wir durchleben, weil wir wollen, dass unser Partner, unsere Familie oder andere Menschen sich anders verhalten.

Nicht nur, dass es frustrierend ist; das ist ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen.
Hin und wieder mag es gelingen – deshalb entwickeln wir diese Arroganz und denken, das Leben und die anderen haben sich meinen Erwartungen zu beugen. Milliarden Menschen – stell dir mal vor, jeder würde so durch die Welt gehen. Und genug Menschen tun das und schau dir nur die Welt an.

Wir reden von Frieden und Toleranz, aber nicht einmal in einer Beziehung von zwei Menschen schaffen wir es, diesen Frieden und die Toleranz aufrechtzuerhalten. Ja nicht einmal in uns selbst.

Warum wollen wir denn überhaupt, dass andere sich auf eine bestimmte Weise verhalten. Weil ich mich mit mir selbst nicht gut fühle. Ich fühle mich unzulänglich (wertlos, nicht liebenswert, usw.) und weil ich mich selbst nicht verstehe und mir nicht helfen kann, soll es jemand anderes tun.

Auch diese Erwartung, die man ans Leben hat. Als sei das Leben uns irgendetwas schuldig.

Ich war immer gut und ordentlich, warum gibt mir das Leben nicht, was ich will. Weil das alles Ideen in deinem Kopf sind. Die sich wohlgemerkt alle paar Jahre ändern.

Gestern wolltest du diesen Partner, heute willst du die Trennung und morgen willst du lieber einen Hund oder eine Katze, weil du Menschen satthast.

Das Leben folgt Gesetzmäßigkeiten. Nicht den Wünschen, die das Ego basierend auf dem, was es über die Jahre erlebt und erfahren hat, zusammengetragen hat.

Ursache – Wirkung. Nicht, ich habe das getan – jetzt erwarte ich das. Das Leben kennt kein gerecht – oder ungerecht. Kein gut oder schlecht. Das haben wir uns ausgedacht.

Aber manche Konzepte, die wir uns ausgedacht haben, kommen der Wahrheit näher. Zum Beispiel, dass das innere Leiden entsteht, wenn wir Erwartungen haben.

Und dass das Leiden aufhört, wenn wir die Identifikation mit dem Ego loslassen. Wie?

Indem wir seine Unwahrheit anerkennen. Wie mache ich das?

Indem du dich beobachtest und ehrlich mit dir bist. Indem du diese neuen Konzepte, die ich dir hier vorstelle, für dich selbst überprüfst.

Dein Alltag ist dein Weg zur Selbsterkenntnis und zur Freiheit vom Leiden.

Das nächste Mal, wenn dein Partner, ein Familienmitglied oder dein Arbeitskollege etwas sagt, das etwas in dir aufwühlt, dann hältst du inne und fragst dich: Was hat dieses Gefühl wirklich ausgelöst? Was ist das für ein Gefühl? Warum ist es da?

Warte was aufkommt:

  • »Ich fühle mich nicht wertgeschätzt«,
  • »Ich fühle mich eingeschränkt«,
  • »Man nimmt mich nicht ernst.«

Okay. Atme durch. Versuche mal, nicht darauf zu reagieren.

Was sagst du: »Aber wenn ich mich nicht rechtfertige, dann wird man mich nie ernst nehmen, dann werde ich nie wertgeschätzt, dann werde ich nie bekommen, was ich will.«

Wen musst du wirklich überzeugen? Die anderen oder dich?

Noch einmal: Wen musst du wirklich überzeugen? Die anderen oder dich?

Wer sagt, dass du nicht wertgeschätzt wirst? Die anderen oder du?

Ich hoffe, du siehst das. Aber was noch wichtiger ist, ist, dass du verstehst, dass derjenige, der sagt, dass er nicht wertgeschätzt, geliebt oder ernstgenommen wird, auch nicht die Wahrheit spricht.

Schließlich sagt er das nicht immer. Manchmal feuert er dich an. Und manchmal macht er dich runter.

Wer ist diese Stimme. Und wieso vertrauen wir ihr?

Dazu habe ich eine ganze Podcast-Folge (Die Stimme in deinem Kopf) aufgenommen, die du hier anhören kannst. Darin gehe ich auch darauf ein, wie du ihr auf die Schliche und Einhalt gebieten kannst.

Zum Thema Loslassen findest du ebenfalls viele Artikel auf meiner Webseite.

 

Und wenn du weitere Unterstützung und eine Anleitung suchst, um deine persönlichen Werte zu erkennen und dich emotional zu befreien, dann ist mein Online-Kurs „Endlich glücklich! Den Schmerz der Vergangenheit loslassen und mit Selbstliebe zu emotionaler Freiheit“ vielleicht genau das Richtige für dich. HIER erfährst du mehr

Ich wünsche dir für deine Reise alles Liebe!

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